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Verrechnungsverbot Hypothek - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Kleingedrucktes im Hypothekarvertrag: Das Verrechnungsverbot der Hypothek beim Bankkonkurs

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Rund ein Jahrzehnt ist es her, seit der Geldfluss der US-Investmentbank Lehman Brothers im Asphaltboden von New York City versickert ist und die Finanzkrise den Globus heimsuchte. Auch Schweizer Banken wurden von ihr nicht verschont: So musste die Grossbank UBS im Oktober 2008 mit 60 Milliarden Schweizer Franken vom Bund und der Schweizerischen Nationalbank unterstützt werden – Der heutige CEO Sergio Ermotti bezeichnete diese Zeit später als «Nahtod-Erfahrung». Was aber, wenn es nun für eine Bank nicht bei dieser Nahtod-Erfahrung bleibt? Was passiert mit meinem Guthaben? Und was mit meiner Hypothek?

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Konkurs einer Schweizer Bank

Eine Bankenpleite in der Schweiz ist unwahrscheinlich, sind Schweizer Finanzinstitute doch im internationalen Vergleich sehr solide aufgestellt. Allerdings war das die Swissair auch, die lange Zeit als waschechte Schweizer Vorzeigefirma galt. Hier konnte sich niemand das «Grounding» vorstellen, bis im Jahr 2001 die Flugzeuge am Boden blieben. So kann es freilich auch Schweizer Banken ergehen: Während die UBS noch mit Finanzspritzen gerettet wurde, da ein Konkurs dieser systemrelevanten Bank zu gravierend für die Volkswirtschaft gewesen wäre, hatte beispielsweise die Privatbank Hottinger & Cie weniger Glück und musste 2015 nach 229 Jahren ihren Betrieb einstellen. Eine solche Insolvenz ist einerseits verheerend für die Angestellten, die plötzlich auf der Strasse stehen – bringt aber auch für die Kunden Probleme mit sich.

Was geschieht mit meinem Guthaben?

Muss eine Bank Konkurs anmelden, kommt der sogenannte Einlegerschutz zum Tragen. Dieser garantiert jedem Kunden, dass sein Guthaben (= Einlagen) bis maximal 100‘000 CHF privilegiert behandelt werden. Das bedeutet, dass – soweit die betroffene Bank noch über ausreichend liquide Mittel verfügt – diese 100‘000 CHF sofort an die Kunden ausbezahlt werden, ohne dass sie in den Kollokationsplan fallen (im Kollokationsplan werden die Forderungen aller Gläubiger gesammelt und nach Priorität geordnet). Dabei gilt es aber festzuhalten, dass dieser Einlegerschutz nur pro Kunde und nicht pro Konto gilt. Wer also auf mehrere Konti verteilt ein Guthaben von über 100‘000 besitzt, erhält trotzdem nur diesen Maximalbetrag. Ausgenommen von dieser Regelung sind Vorsorge- und Freizügigkeitsguthaben. Diese sind zusätzlich zu den übrigen Bankeinlagen bis zu einem Höchstbetrag von CHF 100‘000 privilegiert. Gar nicht tangiert sind hingegen Wertschriften, die bei der Bank in einem Depot gehalten werden: Für diese fungiert die Bank lediglich als «Aufbewahrer», weswegen sie vollumfänglich an den Kunden zurückgehen.

Und was geschieht mit meiner Hypothek?

Eine Hypothek ist eine Schuld bei der Bank. Wenn also die Bank pleitegeht, lösen sich mit ihr auch meine Schulden in Luft auf? Leider nein. Hypotheken werden meistens an eine andere Bank weiterverkauft und bleiben somit bestehen. Dabei spielt es grundsätzlich auch keine Rolle, ob es sich um eine Festhypothek, Variable Hypothek oder Libor-Hypothek handelt; die Hypothekenzinsen werden weiterhin fällig.

Guthaben und Hypothek miteinander verrechnen?

Das Fairnessempfinden gibt eigentlich vor, dass im Falle einer Bankenpleite wenigstens das Guthaben mit den Schulden verrechnet wird, also die Hypothek um die Summe Erspartes verringert wird, die mir die Bank nicht mehr zurückzahlen kann. Dem kommen gewisse Banken aber mit dem sogenannten Verrechnungsausschluss zuvor. Dabei handelt es sich um eine Klausel, die besagte Querverrechnung von Guthaben und Hypothek unterbindet. Diese ist oft als Standard in den Hypothekarverträgen festgehalten – und unter Rechtsexperten umstritten, da es dazu noch immer keinen Präzedenzfall gibt.

Nicht nur Hypotheken, sondern auch Hypothekarverträge vergleichen

Wer den Hypothekenvergleich startet, um die besten Hypothekarzinsen zu erhalten, sollte unbedingt auch die Vertragsdetails der jeweiligen Bank prüfen. Ist der Verrechnungsausschluss ein Bestandteil des Vertrags, so empfiehlt es sich, dessen Streichung zu verlangen. Einige Banken zeigen sich hier im Übrigen so kulant, dass sie diese Klausel auch bei bestehenden Hypotheken im Nachhinein aus den Verträgen löschen.

Erfahren Sie mehr!

Sie haben weitere Fragen zu Ihrer Hypothek oder interessieren sich allgemein für den Kauf/Verkauf einer Immobilie? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren: Das Beraterteam von Hypoguide steht Ihnen in sämtlichen Belangen rund um das Thema Liegenschaftsfinanzierung kompetent und unabhängig zur Verfügung.

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