Für Ihre Hypothek
Service Line 0800 151 151

AGB Hypothek - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

AGB zum Hypothekarvertrag – Das Kleingedruckte gilt es zu beachten

Bewertungen:
{{ averageRatingPrintible() }}

Jedes Jahr schliessen tausende Schweizerinnen und Schweizer einen Hypothekarvertrag ab. Der Traum vom eigenen Wohneigentum ist greifbar nahe und die Unterschrift des Vertrags wird nur als Formsache angesehen. Doch Vorsicht, Banken führen im Kleingedruckten den sogenannten Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) häufig äusserst einseitige Klauseln zu ihren Gunsten auf. Es kann sich lohnen die AGB genau zu lesen und gewisse Klauseln zu verhandeln. Nachfolgend werden solch einseitige Klauseln aufgezeigt und Möglichkeiten dargelegt, um diese anzupassen.

Festhypotheken 3 Jahre ab 0.45%
Festhypotheken 5 Jahre ab 0.53%
Festhypotheken 10 Jahre ab 0.82%
Libor-Hypotheken ab 0.60%

In weniger als einer Minute zum persönlichen Angebot

Persönlichen Zinssatz berechnen

Begriff der AGB

In heutigen Verträgen sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zur Normalität geworden und sind in praktischem jedem Vertrag vorhanden. Egal ob ein Handyvertrag, ein Leasingvertrag für ein Auto oder ein Hypothekarvertrag abgeschlossen wird, AGB sind immer vorhanden. Dabei unterscheidet sich die Wichtigkeit der AGB für die Vertragspartner. Derjenige der den Vertrag beispielsweise einen Handyvertrag abschliesst, wird die AGB in der Regel kaum lesen oder wenn überhaupt nur überfliegen. Für den Vertragsersteller sind die AGB durchaus wichtig, da darin viele Zusatzregeln einseitig formuliert werden können und gesetzlich bindend sind. So kam es, dass viele Vertragsersteller sehr stark benachteiligende Klauseln für Kundinnen und Kunden in die AGB eingefügt haben, in der Annahme, dass diese kaum vom Unterzeichner überprüft werden. Dies führte dazu, dass der Schweizer Gesetzgeber im Jahr 2012 die Regelung bezüglich der AGB revidierte.

Gesetzeslage zu den AGB in der Schweiz

Im Jahr 2012 wurde das Gesetz zum unlauteren Wettbewerb überarbeitet. Damit wollte die Politik die Konsumenten und Konsumentinnen vor missbräuchlichen Bestimmungen in den AGB schützen. Missbräuchlich sind Klauseln, welche Treu und Glauben verletzen und somit dem Kunden einen grossen Nachteil einbringen. Diese Regelung verbessert die rechtliche Ausganglage für Kundinnen und Kunden auch bei Hypothekarverträgen. Trotz dieser Gesetzesanpassung haben einige Banken weiterhin Klauseln in den AGB, welche für den Hypothekarnehmer grosse Gefahren und Nachteile darstellen.

Hypothekarverträge: Stolpersteine in den AGB

Die AGB von Hypothekarverträgen können umfassend sein und beinhalten oftmals Regelungen die nicht mit dem Hypothekarnehmer besprochen werden. Ein Beispiel dafür findet sich bei den Festhypotheken. Bei einer Festhypothek ist es üblich einen Zinssatz zu vereinbaren der über die gesamte Laufzeit gleich bleibt und dem Kunden Planungssicherheit bringt. In den AGB von einigen Hypothekarverträgen ist jedoch ein Passus aufgeführt der aussagt, dass sich die Bank vorbehält die Zinsen zu erhöhen, wenn beispielsweise die Eigenmittelanforderungen der Banken durch behördliche Massnahmen erhöht werden. Einige Banken schreiben in ihren AGB zu dieser Regelung beispielsweise nur, dass der Zins angepasst werden darf, wenn aufgrund staatlicher Anordnungen Mehrkosten für die Bank entstehen. Diese Regelungen sind in einem gesetzlichen Graubereich und verstossen möglicherweise gegen das im Jahr 2012 geschaffene Gesetz. Trotzdem führen viele Banken solche Regelungen in ihren AGB auf. Ein weiteres Beispiel für solch nachteilhafte AGB für Kundinnen und Kunden findet sich im Bereich der Kündigung der Hypothek seitens der Bank.

AGB zur einseitigen Kündigung der Hypothek

Eine Klausel die sich in den meisten AGB von Hypothekarverträgen findet, ist diejenige in welcher sich die Bank das Recht vorbehält eine Hypothek einseitig zu kündigen. Dabei wird beispielsweise festgeschrieben, dass eine Hypothek von der Bank sofort gekündigt werden darf, sobald sich die Bonität des Schuldners wesentlich verschlechtert. Diese Formulierung lässt einen grossen Spielraum für Interpretationen zu. Weiter führen fast alle Banken eine Klausel in den AGB, die bei einem Wertverlust der Immobilie die Kündigung des Hypothekarvertrags seitens der Bank ermöglichen. Solche Klauseln können existenzielle Gefahren für Kundinnen und Kunden auslösen, da dies zum Verlust des Wohneigentums führen kann. Wer solch einschneidende AGB nicht in seinem Hypothekarvertrag möchte, hat verschiedene Möglichkeiten dagegen vorzugehen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen anpassen und verhandeln

Banken geben gegen Aussen gerne das Bild, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen nicht verhandelbar sind. In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild und es gibt durchaus Banken welche bei Nachfrage Anpassungen an den AGB vornehmen. Eine gute Verhandlungsbasis haben Kundinnen und Kunden, welche neben der Hypothek langfristige Kundenbeziehungen mit der Bank haben, beispielsweise durch weitere Darlehen oder Konten. Eine weitere sinnvolle Möglichkeit ist die Einholung weiterer Hypothekarangebote inklusive Hypothekarvertrag. Damit können die AGB miteinander verglichen werden und durch eine Konkurrenzofferte kann der Druck erhöht werden, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen anzupassen.

Fazit: AGB lesen lohnt sich

Bei einem solch grossen Geschäft wie einer Hypothek ist es sinnvoll die AGB genau zu lesen und bei Unklarheiten nachzufragen. Finden Sie dabei Klauseln die Ihnen nicht passen, können Sie durch Verhandeln und Konkurrenzofferten versuchen diese anpassen zu lassen. Die Gesetzesanpassung von 2012 hat Kundinnen und Kunden in eine bessere Verhandlungsposition gebracht, da gewisse Klauseln in einem gesetzlichen Graubereich sind und womöglich missbräuchlich sind.

Erfahren Sie mehr

Haben Sie weitere Fragen zum Thema AGB in Hypothekarverträgen? Oder Interessieren Sie sich generell für den Kauf/Verkauf einer Liegenschaft? Warten Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Das Team von Hypoguide steht Ihnen gerne mit einer unabhängigen und kompetenten Beratung zur Verfügung.

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

Ihre Bewertung: {{ userRating }} / 5

Zurück