Für Ihre Hypothek
Service Line 0800 151 151

Renditeliegenschaften - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Renditeliegenschaften – Folgen strengere Regeln bei der Vergabe von Hypotheken?

Bewertungen:
{{ averageRatingPrintible() }}

Die Nachfrage nach Hypotheken boomt in der Schweiz und die Hypothekarzinsen sind nach wie vor auf einem sehr tiefen Stand. Dies sind eigentlich gute Nachrichten und erfreuen insbesondere die Nachfrager von Hypotheken. Es gibt jedoch ein Sorgenkind im Schweizer Hypothekarmarkt, die Renditeliegenschaften. Seit einigen Jahren warnt die Schweizer Nationalbank vor den Risiken in diesem Segment und mahnt zu grösserer Vorsicht bei der Finanzierung. Nun wird auch die Politik aktiv. Eine Verschärfung der Spielregeln scheint unvermeidlich.

Festhypotheken 3 Jahre ab 0.43%
Festhypotheken 5 Jahre ab 0.56%
Festhypotheken 10 Jahre ab 0.75%
Libor-Hypotheken ab 0.60%

In weniger als einer Minute zum persönlichen Angebot

Persönlichen Zinssatz berechnen

Der Markt der Renditeliegenschaften 

Aus Mangel an attraktiven Anlagemöglichkeiten investieren viele Anleger in Renditeliegenschaften, da diese eine relativ stabile Einnahmequelle darstellen. Diese höhere Nachfrage führte zu einem regelrechten Boom und die Preise für Renditeliegenschaften haben deutlich stärker zugenommen als diejenigen für selbstbewohntes Wohneigentum. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Leerstände durch die erhöhte Bautätigkeit weiter stark zu. Diese beiden Komponenten lassen die SNB und die FINMA zum Schluss kommen, dass eine Preiskorrektur bei Renditeobjekten in absehbarer Zeit als realistisch erscheint. Eine Immobilienkrise wie in den 90er Jahren soll unbedingt vermieden werden, denn der Immobilienmarkt gilt als «too big to fail». Deshalb führte die FINMA bei rund 20 Finanzinstituten einen Stresstest durch, der einen starken Zinsanstieg der Hypothekarzinsen simuliert und testen soll, wie die Finanzinstitute in einem solchen Fall aufgestellt sind. Das Ergebnis war relativ vernichtend, denn etwa die Hälfte der Institute könnte bei einem Zinsanstieg finanzielle Schwierigkeiten erlangen und müsste neues Kapital beschaffen. Um dies zu verhindern sollen strengere Regeln bei der Vergabe von Hypotheken gelten. 

Neue Regeln bei Renditeliegenschaften 

Die SNB fordert schon seit einigen Jahren eine vorsichtigere Vergabe von Hypotheken im Bereich der Renditeliegenschaften. Nun wurde auch die FINMA aufmerksam auf die Thematik und forderte die Politik dazu auf, strengere Regeln in Form einer Verordnung zu erlassen. Die Banken haben nach wie vor die Möglichkeit durch eine strengere Selbstregulierung eine politische Lösung zu verhindern oder zumindest aufzuschieben. Deshalb wägt die Bankiervereinigung, welche diese Selbstregulierung koordiniert, unterschiedliche Varianten ab und bespricht diese mit den Mitgliedern. Dabei stehen insbesondere eine Verschärfung bei der Belehnungsquote und bei der Amortisationsdauer im Zentrum. So soll in einem ersten Schritt die maximal mögliche Hypothekarschuld von aktuell 80 Prozent auf 75 Prozent reduziert werden. Dadurch müssten die Hypothekarnehmer mehr Eigenmittel einbringen und die Schuldlast würde abnehmen. Bis im Sommer muss die Bankiervereinigung eine Lösung finden und die Massnahmen präsentieren, ansonsten kann die FINMA neue Verschärfungen wie zum Beispiel eine Erhöhung des antizyklischen Kapitalpuffers erlassen. Bei den Banken herrscht derzeit jedoch noch Uneinigkeit, da man sich für die schwierige Lage am Markt für Renditeliegenschaften gar nicht verantwortlich fühlt.  

Renditeliegenschaftsmarkt funktioniert anders 

Der Markt für Renditeliegenschaften funktioniert nicht gleich wie derjenige für Wohneigentum und dies ist auch ein Hauptgrund weshalb sich Banken gegen eine Verschärfung bei der Hypothekenvergabe für Renditeliegenschaften wehren. Bei Wohneigentum werden fast alle Kaufgeschäfte durch eine Hypothek und somit meistens durch eine Bank finanziert. Die Banken haben somit eine entscheidende Rolle. Bei Renditeliegenschaften werden viele Kaufgeschäfte durch grosse Institutionen getätigt, welche nicht auf eine Hypothek angewiesen sind. So sind Versicherungen und Pensionskassen sehr aktiv beim Erwerb von Renditeliegenschaften und finanzieren diese aus Eigenmitteln. Schätzungen vermuten, dass rund 50 Prozent aller Renditewohnliegenschaften eigenfinanziert sind und keine Hypothek beinhalten. Aus diesem Grund verstehen die Banken nicht, warum sie strenger reguliert werden sollen als beispielsweise Versicherungen oder Pensionskassen, welche Renditeliegenschaften selbst erwerben und Hypotheken vergeben. Ob diese Verschärfung erfolgt und wie sie genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Falls es dazu kommt, werden vor allem die Hypothekargeber weniger Rendite einfahren. 

Was ändert sich für Käufer und Mieter? 

Kommt es zu strengeren Regeln beispielsweise bei den Eigenmitteln müssen Käufer von Renditeliegenschaften einen höheren Anteil an Eigenkapital beim Abschluss einer Hypothek einbringen. Renditeliegenschaften bleiben aber weiterhin attraktive Anlagemöglichkeiten, insbesondere in Zeiten von negativen Renditen auf Staatsanleihen. Für die Mieterinnen und Mieter wird sich in naher Zukunft wenig ändern. Sie profitieren vom aktuellen Bauboom und den vermehrten Leerständen bis anhin kaum. Die Mieten für neue Wohnungen sind zwar in letzter Zeit gesunken, aber es ist durch die laufende Senkung des Referenzzinssatz trotzdem meistens lohnender langfristig in der gleichen Wohnung zu bleiben.  

Erfahren Sie mehr! 

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Renditeliegenschaften oder interessieren sich generell für den Kauf oder Verkauf von Immobilien? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Das Team von Hypoguide steht Ihnen gerne mit einer unabhängigen und kompetenten Beratung zur Verfügung. 

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

Ihre Bewertung: {{ userRating }} / 5

Festhypotheken 3 Jahre ab 0.43%
Festhypotheken 5 Jahre ab 0.56%
Festhypotheken 10 Jahre ab 0.75%
Libor-Hypotheken ab 0.60%

In weniger als einer Minute zum persönlichen Angebot

Persönlichen Zinssatz berechnen
Zurück