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Genossenschaftswohnungen - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Günstige Alternative zur Hypothek? Genossenschaftswohnungen

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Wenn es in der Schweiz einen Mangel für etwas gibt, dann ist es bezahlbarer Wohnraum. Die Mieten für Wohnungen und die Preise für Wohneigentum sind in den letzten Jahren überproportional stark angestiegen. Eine Alternative um diesem Preisanstieg entgegen zu wirken sind sogenannte Genossenschaftswohnungen. Dabei sind die Bewohner einer Genossenschaftswohnung weder Mieter noch Eigentümer, sondern sogenannte Anteilsbesitzer. Was dies bedeutet und weshalb Genossenschaftswohnungen einen Mehrwert für die gesamte Schweiz bieten, wird nachfolgend erläutert.

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Günstige Wohnflächen sind gesucht

In der Schweiz ist Nachfrage nach Wohnfläche für Mietwohnungen sowie für Wohneigentum nach wie vor hoch. Insbesondere in städtischen Gebieten hat die erhöhte Nachfrage der letzten Jahre zu einem starken Preisanstieg für Wohnflächen geführt. Durchschnittlich haben die Mieten in der Schweiz in den letzten 10 Jahren um über 10 Prozent zugenommen. Durch die hohen Mieten überlegen sich viele Schweizerinnen und Schweizer Wohneigentum zu erwerben. Durch die aktuell tiefen Hypothekarzinsen sind die Kosten für eine Hypothek eher tief. Das Problem bei Wohneigentum ist jedoch die starke Preissteigerung von Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern. Dadurch wird es schwierig die Belehnungsrichtlinien der Hypothekaranbieter einzuhalten und die geforderten 20 Prozent an Eigenmittel aufzubringen. Eine Alternative die sich zwischen Mieten und Kaufen befindet ist eine Genossenschaftswohnung. Bei Genossenschaftswohnungen liegen die Kosten für das Wohnen deutlich tiefer.

Genossenschaftswohnung – Was ist das?

Der Grundgedanke von Genossenschaftswohnungen ist es preisgünstigen und qualitativ hochwertigen Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen anzubieten. Grundsätzlich darf sich jeder für eine solche Wohnung bewerben und die Genossenschaften sind bestrebt, einem guten Mix der Bevölkerung von eher tieferen Einkommen bis zu einem guten Mittelstand Wohnraum zu ermöglichen. Wohnbaugenossenschaften werden auch häufig als «dritter Weg» bei den Wohnmöglichkeiten neben Miete und Eigentum bezeichnet. Als Mitglied einer Genossenschaftswohnung wird ein Anteil mit einem sogenannten Anteilsschein am gesamten Objekt gekauft. Es wird somit nicht wie beim Kauf von Stockwerkeigentum eine bestimme Wohnung gekauft, sondern ein Anteil am Gesamtobjekt. Dadurch resultiert eine hohe Sicherheit, da einem nicht einfach gekündigt werden kann. Durch den Kauf eines Anteils am Gesamtobjekt kann der einzelne Anteilsbesitzer jedoch nicht entscheiden welche Wohnung er bewohnen darf. Solche Entscheide werden durch die Gemeinschaft getroffen. Ein Hauptmerkmal von Genossenschaftswohnungen ist das Prinzip, dass keine Gewinne erzielt werden sollen, sondern die Kosten gedeckt werden müssen. So dürfen die Anteilsscheine verzinst werden, es darf jedoch kein Gewinn daraus entstehen. Tritt jemand aus der Genossenschaft aus, kriegt er den gleichen Betrag den er einbezahlt hat zurück. Durch das Prinzip der Kostendeckung fallen die Wohnkosten deutlich tiefer aus und es gibt noch weitere Vorteile.

Die Vorteile von genossenschaftlichem Zusammenleben

Ein grosser Vorteil für Genossenschaftsbewohner sind die tieferen Mietzinsen als im übrigen Wohnungsmarkt. Durch das Kostendeckungsprinzip verlangen die Genossenschaften nur die sogenannte Kostenmiete, also lediglich so viel um Kosten für Land, Baukosten, Unterhalt und Verwaltung zu decken. Im Durchschnitt kosten kommerzielle Mietwohnungen in Schweizer Grossstädten durchschnitt pro Quadratmeter einen Viertel mehr als Genossenschaftswohnungen. In den Städten Genf und Zürich beträgt die Differenz sogar zwischen 40 und 50 Prozent. Die Tendenz zeigt, dass sich diese Mietpreis-Lücke weiter vergrössern wird. Die Liegenschaften einer Genossenschaft dürfen nicht weiterverkauft werden, wodurch sich diese der Preisspekulation entziehen und die Kosten langfristig günstig bleiben. Die Anteilsbesitzer einer Wohngenossenschaft können alle mitbestimmen und mitgestalten. Jedes Genossenschaftsmitglied verfügt an der jährlichen Generalversammlung über ein Stimmrecht bei Entscheidungen und darf entscheiden wer in den Vorstand gewählt wird. Es dürfen auch von jedem Mitglied eigene Anträge zur Lancierung eines Projekts, wie beispielsweise einer Renovation der Liegenschaft eingebracht werden. Anders als beim Kauf von Wohneigentum wird beim Anteilskauf einer Genossenschaft kein grosses Eigenkapital benötigt.

Finanzierung von Genossenschaftswohnungen

Die Finanzierung für einen Genossenschaftler setzt sich aus dem Anteilsschein und einer Miete zusammen. Die Miete liegt, wie erwähnt, deutlich unter dem durchschnittlichen Wert von vergleichbaren Wohnungen. Der Erwerb eines Anteilsscheins erfordert ein deutlich kleineres Eigenkapital als beim Kauf von Stockwerkeigentum. Im Kanton Zürich liegt der Betrag bei durchschnittlich 7'800 Franken pro Wohnung. Bei neuwertigen Genossenschaften kann der Betrag durchaus höher liegen und bis zu 50'000 Franken betragen. Diese im Vergleich zu Wohneigentum tiefen Preise sind einerseits durch freiwillige Subventionen der öffentlichen Hand und andererseits durch gute Konditionen bei der Hypothek möglich. Wohnbaugenossenschaften finanzieren sich meistens auch durch Hypotheken von Banken. Dabei profitieren sie von attraktiven Konditionen da sie eine sehr sichere Anlage sind. Durch die hohe Nachfrage ist beispielsweise das Leerstandrisiko sehr gering.

Aktuelle Tendenz: Nachfrage viel zu hoch – Angebot viel zu knapp

Schweizweit machen Wohnbaugenossenschaften knapp 5 Prozent aller Wohnungen aus und sind somit ein Nischenprodukt. Die Nachfrage und die Anzahl Bewerbungen für Genossenschaftswohnungen ist sehr hoch und kann durch das aktuelle Angebot nicht befriedigt werden. In einigen Städten wie beispielsweise Luzern oder Zürich ist die Regierung jedoch stark daran interessiert mehr Genossenschaften zu fördern. So ist die Stadt Zürich mit einem Anteil von gut 20 Prozent genossenschaftlichen Wohnungen die Spitzenreiterin der Schweiz. Es wird sich zeigen, ob auch andere Städte in der Zukunft den Bau von genossenschaftlichen Wohnprojekten fördern werden.

Erfahren Sie mehr!

Haben Sie weitere Fragen zu Wohnbaugenossenschaften oder interessieren sich generell für das Thema Kauf/Verkauf von Liegenschaften? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Das Team von Hypoguide steht Ihnen gerne mit einer unabhängigen und kompetenten Beratung zur Seite.

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