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Hypothekenvergabe - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

FINMA fordert strengere Richtlinien bei der Vergabe von Hypotheken

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Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA ist alles andere als zufrieden mit den Resultaten der letzten Stresstests, die sie bei 18 Banken durchgeführt hat. Zwar hätte keines der geprüften Geldinstitute den Bankrott anmelden müssen – rund die Hälfte wäre aber nicht umhingekommen, sich zu rekapitalisieren. Aus diesem Grund fordert sie nun eine verschärfte Selbstregulierung bei der Hypothekenvergabe.

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Simulierte Worst-Case-Szenarien

Sogenannte Stresstests werden von der FINMA regelmässig durchgeführt, um die Schweizer Banken auf Herz und Nieren zu prüfen. Konkret geht es darum, eine massive Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingen zu simulieren und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Geldinstitute zu ermitteln. Dabei müssen die getesteten Banken über ausreichend Kapital und Liquidität verfügen, um auch in Krisensituationen bestehen zu können. Das war beim letzten Testlauf nicht der Fall: Rund die Hälfte der Prüflinge wäre unter die Mindestanforderung gefallen und hätte zusätzliches Geld benötigt.

Steigende Hypotheken als Risiko

FINMA-Direktor Mark Branson sieht unter anderem die Entwicklung am Hypothekenmarkt als Ursache für das schlechte Abschneiden der Banken. Besonders problematisch sind für ihn die Renditeliegenschaften, bei denen Investoren Mehrfamilienhäuser erwerben und dafür immer höhere Hypotheken aufnehmen: «Dieser Bereich wächst sehr stark. Die Preise sind auf historischen Höchstständen und die Mieten stagnieren. Vor allem aber gibt es rekordhohe Leerstände: 70'000 leere Wohneinheiten – das ist so viel wie es Wohnungen in der gesamten Stadt Bern oder im Kanton Schwyz hat. Trotzdem wird noch immer rege gebaut». Aus seiner Optik ist der Markt nicht mehr im Gleichgewicht. Deswegen fordert er die Banken dazu auf, selbst aktiv zu werden und bei der Vergabe von Hypotheken strengere Richtlinien anzuwenden: «Eine Selbstregulierung kann ein sehr sinnvoller Ansatz in diesem Markt sein. Das haben wir im 2012 und im 2014 gesehen, als die Selbstregulierung im Bereich selbstgenutztes Wohneigentum verschärft wurde. Dort haben wir eine sanfte Landung erlebt», so Branson. Für ihn ist es jetzt an der Zeit, für den gesamten Markt entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

Schweizerische Bankiervereinigung lenkt ein

Bransons Aufforderung zeigt Wirkung: Die Schweizerische Bankiervereinigung SBVg teilte mit, dass sie die Dynamik im Hypothekenbereich ebenfalls problematisch sehe. Aus diesem Grund habe sie eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, die Situation zu analysieren und etwaige Anpassungen der Selbstregulierung zu erarbeiten. Mögliche Massnahmen wären hier die Erhöhung der Eigenmittel, die zurzeit bei 20% des Kaufpreises liegen, oder die schnellere Rückzahlung der Hypothek. Noch im zweiten Quartal 2019 sollen erste Lösungsvorschläge präsentiert werden.

Alternativen für Investoren

Sollte die Schweizerische Bankiervereinigung zum Schluss kommen, dass die Banken bei der Vergabe von Hypotheken tatsächlich strengere Richtlinien zu befolgen haben, so wären als erstes die Renditeliegenschaften davon betroffen. Das macht sie für Investoren weniger erschwinglich und somit weniger lukrativ. Wer jedoch trotzdem im Immobilienbereich Anlagen tätigen will, kann entweder auf das sogenannte Crowd-Investing zurückgreifen – oder einen ganz neuen Weg beschreiten, den die Digitalisierung ermöglicht hat: In Lichtenstein hat die Finanzmarktausicht dem Start-up Crowdlitoken AG die Bewilligung erteilt, ein auf Blockchain-Technologie basiertes Anlageprodukt im Immobilienbereich zu lancieren. Dank diesem können Grossinvestoren und Kleinanleger in erstklassige Immobilien in Europa investieren. Investitionen in Renditeliegenschaften sollten jedoch generell mit Vorsicht genossen werden. Denn bei einer Verschlechterung der Wirtschaftslage sähen sich nicht nur die finanzierenden Banken mit Problemen konfrontiert, sondern auch die Immobilienbesitzer selbst. Sinkende Immobilienpreise, höhere Leerstandquoten können ein grosses Loch ins Portemonnaie fressen. Wer heute noch investiert, sollte darauf achten, dass sich die Liegenschaft an einer beliebten Lage befindet, die einen einfachen Wiederverkauf und eine rege Nachfrage nach Mietwohnungen verspricht.

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