Für Ihre Hypothek
Service Line 0800 151 151

Unterhaltsarbeiten planen, Steuern optimieren - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Unterhaltsarbeiten planen, Steuern optimieren

Bewertungen:
{{ averageRatingPrintible() }}

Eigenheimbesitzer können die Unterhaltskosten ihres Eigenheims vom steuerbaren Einkommen abziehen. Wer diese Unterhaltsarbeiten gestaffelt ausführt, kann Steuern sparen. Je nach Arbeit kann das aber auch Mehrkosten verursachen. Erfahren Sie worauf es ankommt, wenn man mit Unterhaltsarbeiten die Steuern optimieren möchte.

Unterhalt über mehrere Jahre planen

Eigenheimbesitzer können Unterhaltskosten entweder mit einer Pauschale oder den effektiven Kosten vom steuerbaren Einkommen abziehen. Je nach Kanton und Alter der Liegenschaft beträgt die Pauschale 10% bis 20% des Eigenmietwerts.

Welche der beiden Varianten man geltend machen möchte, kann jeder selber entscheiden. Wer clever ist, fasst kleinere Unterhaltskosten zusammen und führt diese innerhalb eines Jahres aus. Er kann dadurch einen höheren Abzug geltend machen, als dies der Pauschalabzug zulässt. In den Folgejahren kann man dann jeweils den Pauschalabzug geltend machen, ohne dass man Mittel in den Unterhalt seiner Liegenschaft investiert.

Wer grössere Investitionen in den Unterhalt seiner Liegenschaft plant, sollte diese wenn möglich auf mehrere Jahre verteilen. Kauft man z.B. eine ältere Liegenschaft und möchte diese umfassend renovieren, sollte man die Arbeiten so legen, dass diese auf mindestens zwei Kalenderjahre verteilt sind.

Der grosse Vorteil dieser Staffelung der Unterhaltskosten: Wer die Unterhaltsarbeiten auf mehrere Steuerperioden verteilt, bricht auch die Steuerprogression mehrmals. Wer alle Unterhaltskosten auf einmal erledigt, profitiert nur in einer Steuerperiode von einem Abzug und zahlt innerhalb von zwei, drei Jahren schnell Tausende Franken mehr Steuern.

Rechnungs- oder Zahlungsdatum? – Was einmal gilt, gilt immer

Viele Steuerämter lassen Eigenheimbesitzern die Wahl, die Abzüge pro Steuerperiode auf das Rechnungsdatum oder das Zahlungsdatum zu beziehen. Wer sich einmal für etwas entschieden hat, kann aber nicht mehr wechseln. Um bessere Kontrolle zu haben, empfiehlt sich deshalb die Variante Zahlungsdatum.

Im Zweifelsfall Milchbüechli-Rechnung machen

Die Unterhaltsarbeiten auf mehrere Steuerperioden zu verteilen, macht grundsätzlich Sinn. Aber die Arbeiten müssen auch tatsächlich gestaffelt ausgeführt werden. Das kann, je nach Vorhaben, Mehrkosten verursachen: Die Handwerker müssen sich z.B. zwei-, dreimal neu einrichten und jedes Mal alles wieder abbauen.  Je nach Aufwand kann es sein, dass die Steuerersparnis dann durch Mehrkosten aufgehoben wird. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Bauexperten zu Rate ziehen. Stellen Sie die zu erwartenden Steuersparnisse den Unterhaltskosten, inkl. der zu erwarteten Mehrkosten wegen der Arbeitsstaffelung, gegenüber.


Luxus ≠ Unterhalt ≠ kein Abzug

Wer eine umfangreiche Renovierung plant, muss vorher prüfen, wie viel der geplanten Arbeiten tatsächlich als Unterhaltskosten abgezogen werden können. Denn nur was als werterhaltende Investition gilt, kann in Abzug gebracht werden. Beispiel: Wer eine veraltete Küche durch eine neue, dem heute entsprechenden Komfort ersetzt, verursacht werterhaltende Kosten. Diese kann er von der Steuer abziehen. Unnötige Luxusausstattungen, wie z.B. eine leuchtende LED-Küchenrückwand, gelten als wertvermehrende Aufwendungen und können nicht abgezogen werden.

Es kann sein, dass geplante Sanierungsarbeiten höher ausfallen, als das gesamte Einkommen in der betreffenden Steuerperiode. Zwar zahlt der Eigenheimbesitzer in diesem Fall keine Einkommenssteuer in der betreffenden Steuerperiode. Dennoch entgeht Ihm ein möglicher Abzug, da er die das Einkommen übersteigenden Abzüge bzw. Sanierungsarbeiten nicht auf  die nächste Steuerperiode übertragen kann. Auch hier wäre die Staffelung der Unterhaltsarbeiten auf mehrere Steuerperioden eine gute Lösung.

Erst renovieren, dann verkaufen?

Wenn Sie das planen, sollten Sie sich unbedingt von einem Steuerexperten beraten lassen. Denn wer eine Liegenschaft mit Gewinn verkauft, muss auf diesen Gewinn eine Grundstückgewinnsteuer bezahlen. Dazu kommen Mehrwertsteuer und die direkten Steuern. Das Zusammenspiel dieser verschiedenen Steuerkomponenten erfordert eine gründliche Planung. Nur so lässt sich eine steueroptimierte Lösung erarbeiten.

Nicht nur mit Unterhaltsarbeiten lassen sich Steuern optimieren. Auch der Eigenmietwert und die Höhe des Hypothekarzins beeinflussen die Einkommenssteuer. Lesen Sie dazu unsere entsprechenden Beiträge in unserem Ratgeber für Eigenheimbesitzer.

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

Ihre Bewertung: {{ userRating }} / 5

Festhypotheken 3 Jahre ab 0.65%
Festhypotheken 5 Jahre ab 0.87%
Festhypotheken 10 Jahre ab 1.10%
Libor-Hypotheken ab 0.56%

In weniger als einer Minute zum persönlichen Angebot

Persönlichen Zinssatz berechnen
Zurück