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Steht jetzt der grosse Zinsanstieg bevor?

Steht jetzt der grosse Zinsanstieg bevor?

Seit bald 10 Jahren befinden sich die Zinsen weltweit auf historisch tiefem Niveau. Immer wieder haben Ökonomen in den vergangenen Jahren einen Zinsanstieg prognostiziert – und lagen damit gründlich daneben. Die jüngsten Wirtschaftsindikatoren weisen nun auf eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft hin. Steigen die Zinsen in der Schweiz nun an? Und wie wirkt sich dies auf die Hypothekarzinsen aus? Erfahren Sie mehr in unserem Beitrag.

Erhöht die US-Notenbank die Zinsen weiter?

Nachdem die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Sitzung vom vergangenen Mittwoch im laufenden Jahr ein erstes Mal angehoben hat, fragen sich viele Markteilnehmer, wie die weitere Entwicklung bei den Zinsen aussehen könnte. Die Vorsitzende des Fed, Janet Yellen, geht für Ende 2019 von einem Leitzins von rund 2.90% aus. Dies würde einem Zinsanstieg von rund 2.30% gegenüber dem aktuellen Zinsniveau entsprechen. Doch ist die Zinsprognose der mächtigsten Notenbankerin auch gerechtfertigt?

Die jüngsten Beschäftigungszahlen für den Monat Februar sind in den USA sehr positiv ausgefallen: Alleine im Februar wurden rund eine Viertelmillion neue Stellen geschaffen. Die Arbeitslosigkeit sinkt damit unter dem neuen Präsidenten Donald Trump auf 4.6%. Verglichen mit einer Erwerbslosigkeit von über 10% im 2009 hat sich die Lage am US-Arbeitsmarkt somit deutlich verbessert.

Auch die Konjunkturzahlen in Europa deuten auf eine Erholung hin. Zwar liegt die Arbeitslosigkeit in der EU mit rund 8.1% noch deutlich über jener der USA. Doch verglichen mit den Zahlen vor ein bis zwei Jahren sind auch hier klare Fortschritte zu verzeichnen. Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die Zinsen dennoch nicht ganz so rasch anheben können wie sein Pendant in den USA. Die Wirtschaft in der Europäischen Union befindet sich noch ganz am Anfang einer Erholung. Obschon die Kerninflation kürzlich den Zielwert von 2% wieder überschritten hat, wird die EZB weiter Unternehmensanleihen aufkaufen. Sind die Wirtschaftsdaten weiterhin positiv, ist denkbar, dass der oberste Währungshüter Europas Zurückhaltung ausübt, was den weiteren Zukauf von Staatsanleihen betrifft. Ein solcher Kurswechsel könnte genügen, um auch in Europa eine Trendwende bei den Zinsen auszulösen.

Steigen die Zinsen nun auch in der Schweiz?

Im Dezember 2014 hat die Schweizerische Nationalbank Negativzinsen eingeführt. Diese wurden in der Folge von -0.25% auf -0.75% erhöht. Mit welchen Schritten ist nun zu rechnen, falls die Zinsen in den USA im laufenden Jahr ansteigen?

Vorerst ist nicht mit einer Kursanpassung der SNB unter der Leitung von Thomas Jordan zu rechnen. Auch deshalb nicht, weil der Schweizerischen Nationalbank weiterhin die Hände gebunden sind. Denn erhöhen sich die Zinsen zu früh, erstarkt der Schweizer Franken weiter. Dies möchte die SNB unter allen Umständen vermeiden. Den gebeutelten Schweizer Exportunternehmen soll der Handel mit dem Ausland nicht noch weiter erschweren werden.

Steigen die Zinsen in den USA – wie von Janet Yellen prognostiziert – an und deutet sich auch ein Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik der EU an, so ist auch in der Schweiz mittelfristig mit einem Anstieg der Zinsen zu rechnen. Dies auch, ohne dass die SNB die Negativzinsen auf Giroguthaben aufhebt. Einen ersten Vorgeschmack haben wir in den vergangenen Wochen erhalten. So haben die Swap-Sätze für Laufzeiten von 8-10 Jahren in den positiven Bereich gedreht. Steht somit die grosse Trendwende bei den Zinsen an? Erhalten Bankkunden nun endlich wieder ein wenig Zins für Ihre Sparguthaben? Auch wenn die Zinsen sich in den kommenden Monaten eher nach oben bewegen werden, ist nicht mit einem sehr raschen Anstieg der Zinsen zu rechnen. Dennoch könnte es sein, dass wir uns mittelfristig von den ganz tiefen Zinsen verabschieden müssen.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Hypothekarzinsen?

Bisher ist bei den Hypothekarzinsen wenig Aktivität zu verzeichnen. 10-jährige Festhypotheken gibt es weiterhin für attraktive 1.25%. Kurzfristige Festhypotheken erhält man bei hypoguide.ch sogar zu aktuell 0.66%. Doch wenn die Leitzinsen im laufenden Jahr steigen, werden diese tiefen Niveaus wohl bald schon Vergangenheit sein. Zwar muss nicht von einem starken Anstieg der Zinsen im laufenden Jahr ausgegangen werden. Dennoch kann es unter Umständen schneller gehen, als sich manch einer wünscht oder vorstellen kann. Viele Eigenheimbesitzer, welche Ihre Liegenschaft in den 90er-Jahren erworben haben, wissen: Zinsen können sehr schnell steigen. Damals sind die Zinsen für Hypotheken innert kurzer Zeit auf über 8% angestiegen. Vielen Hypothekarnehmern wurde das zum finanziellen Verhängnis. Mit einem solchen Szenario ist für die kommenden Jahre zwar nicht zu rechnen. Sollte sich die Wirtschaft in Übersee und in Europa jedoch weiterhin positiv entwickeln, ist ein Anstieg der Hypothekarzinsen von 0.50-0.75% über die kommenden 18 Monate jedoch nicht auszuschliessen.

Fazit:

Wer nicht von einem plötzlichen Zinsanstieg überrascht werden möchte, sollte die Finanzierung seines Eigenheims mit einer Festhypothek absichern. Dies gibt einem als Hausbesitzer Sicherheit bei der Planung des Budgets. Sollten die Zinsen wider Erwarten in den kommenden Monaten nicht ansteigen, so zahlt man für die Finanzierung seiner Immobilie leicht mehr als für eine Libor-Hypothek. Dennoch kostet einen diese Sicherheit nur geringfügig mehr als eine Geldmarkthypothek.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte in den kommenden Wochen und Monaten eine Festhypothek abschliessen. Der Hypothekenrechner von Hypoguide hilft Ihnen dabei, das günstigste Angebot für die Finanzierung Ihrer Immobilie zu finden.

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