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Negativzinsen - Was bedeutet das? - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Negativzinsen – die wichtigsten Fakten

2015 führte die Schweizer Nationalbank Negativzinsen ein und erschütterte damit den Hypothekenmarkt. Erfahren Sie, was Sie als Hypothekarnehmer zum Thema Negativzinsen wissen müssen und wie Sie am besten davon profitieren.

Warum hat die Schweizer Nationalbank Negativzinsen eingeführt?

Als Export-Nation ist die Schweiz darauf angewiesen, dass der Schweizer Franken nicht zu stark wird. Doch gerade in Krisenzeiten (Rubelkrise, Brexit) will das Ausland sein Kapital in der wirtschaftlich stabilen Schweiz anlegen. Dies führt dazu, dass der Wert des Franken steigt. Um dem entgegenzuwirken, hat die Schweizer Nationalbank zwei Möglichkeiten: Entweder greift sie massiv in den Währungsmarkt ein, in dem sie z.B. Euro kauft, oder sie macht die Schweiz mit Negativzinsen unattraktiv für ausländische Kapitalanleger. 

Was sind Negativzinsen?

Wer Geld auf dem Konto parkiert, wird mit Sparzinsen belohnt. Negativzinsen bedeuten das Gegenteil. Sie sind Gebühren, welche die Banken für Gelder, die sie bei der Nationalbank anlegen, zahlen. Es soll für die Banken möglichst unattraktiv sein, Geld bei der Nationalbank zu parkieren oder selber Kapital entgegenzunehmen. Was heisst das für den Sparer? Die Banken verrechnen die Gebühren, die sie der Nationalbank bezahlen müssen, zu einem Teil ihren Kunden weiter: Der Sparer erhält weit weniger Zinsen für sein Sparguthaben als vorher. 

Was bedeuten Negativzinsen für den Hypothekenmarkt?

Was für Sparer schlecht ist, ist für den Schuldner gut – nie waren Kredite so günstig zu haben wie heute. Das gilt auch für Hypotheken: Zum ersten Mal bieten Finanzinstitute 10-jährige Hypotheken für weniger als 1 Prozent Zins an. Ist es gar bald so weit, dass Hypothekarnehmer für Ihren Kredit mit Zinsen belohnt werden? Noch ist es unwahrscheinlich. Doch sollten Banken ihre Sparkonten eines Tages mit Negativzinsen belasten, könnte dies dazu führen, dass Hypothekarnehmer für Ihre Hypothek belohnt werden. 

Negativzinsen – Mit Libor-Hypothek profitieren?

Libor- oder sog. Geldmarkt-Hypotheken passen sich dem Geldmarkt an: Tiefe Zinsen am Geldmarkt bedeuten tiefe Hypothekarzinsen und umgekehrt. Wer eine Libor-Hypothek abgeschlossen hat und nun damit rechnet, dass seine Zinsen ins Negativ sinken, wird allerdings enttäuscht. Denn bei Schweizer Libor-Hypothekar-Verträgen werden Negativzinsen nicht an den Hypothekarnehmer weitergegeben. Stattdessen begrenzen die Banken den Zinssatz auf 0 % und addieren hierzu ihre Marge. Libor-Hypothekarnehmer profitieren also nicht in dem Masse von den Negativzinsen wie es die Banken tun. 

Vergleichen lohnt sich

Da die Banken nur einen Teil der Gebühren, die sie der Nationalbank bezahlen müssen, an die Sparer weitergeben, gleichen sie die Ausgaben mit dem Kreditgeschäft aus. Dabei decken sie nicht nur die von den Negativzinsen verursachten Ausgaben, sondern steigern mit höheren Margen gleichzeitig auch ihren Profit. Die Kreditnehmer – ob Konsumkredit oder Hypothek – können dies wegen der undurchsichtigen Zusammensetzung der Marge oft nicht erkennen. Deswegen lohnt sich ein sorgfältiger Hypothekenvergleich. Besonders sollten auch Angebote von Versicherungen eingeholt werden. Denn anders als Banken, sind Versicherungen nicht direkt vom Geldmarkt abhängig und müssen keine Quersubventionierungen über die Hypothekarzinsen betreiben. Ist der geeignete Finanzierungspartner gefunden, sollten unbedingt auch die Zinskonditionen verhandelt werden. Insbesondere Banken haben da meist noch viel Spielraum.

Negativzinsen haben Hypothekarnehmern tiefe Zinsen beschert. Trotzdem lohnt sich ein gründlicher Hypothekenvergleich. Denn die Banken geben die günstigen Konditionen, zu denen sie am Geldmarkt Kapital beziehen, nur bedingt an die Hypothekarnehmer weiter.

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