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Saron statt Libor - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Hat der Wechsel von Libor zu Saron Einfluss auf meine Hypothek?

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Das Schicksal des Libors ist besiegelt: Aufgrund von Missbrauchsskandalen hat die Aufsichtsbehörde beschlossen, ihn per Ende 2021 abzuschaffen. Mit Saron ist in der Schweiz auch schon ein Nachfolger erkoren. Was bedeutet das aber für meine Libor-Hypothek?

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Internationaler Referenzzinssatz mit Schweizer Beteiligung

Libor (auch LIBOR) ist ein Akronym aus den Wörtern London Interbank Offered Rate. Er ist ein an allen Bankwerktagen definierter Referenzzinssatz, der als Grundlage für die Berechnung von Kreditzinsen dient. Er wird festgelegt, indem bestimmte Banken (sogenannte Panel Banks) angeben, zu welchem Zinssatz sie sich für fünf verschiedene Laufzeiten untereinander Geld verleihen: overnight, ein, drei, sechs und zwölf Monate. Neben Grossbanken wie der amerikanischen Citibank, der britischen Barclays PLC und der in Frankfurt am Main beheimateten Deutsche Bank AG sind auch die UBS AG und die Credit Suisse AG auf der Liste der Panel Banks. Und auch sie waren in den Manipulationsskandal verwickelt, der das Ende des Libors einläutete.

Jahrelange Manipulation – ebenfalls mit Schweizer Beteiligung

Die von den Panel Banks angegebenen Referenzzinssätze dienen als Grundlage für die Berechnung von vielen Kreditformen. Werden diese manipuliert, verschaffen sich die beteiligten Banken natürlich einen künstlichen Auftrieb: Da sich private Kredite und Hypotheken am Libor orientieren, können Kreditinstitute überteuerte Zinsen verlangen – was auch getan wurde.  So wurde im Juni 2012 bekannt, dass die Barclays Bank den Libor jahrelang manipuliert hatte, indem sie Zinssätze angab, die nicht auf tatsächlichen bankinternen Werten beruhten, sondern frei erfunden waren. Im Zuge der weiteren Ermittlungen deckten die Behörden jedoch auf, dass die Barclays Bank bei weitem nicht die einzige war, die sich hier einen illegalen Vorteil verschaffte: Weltweit haben rund 20 Banken an den Manipulationen mitgewirkt, darunter auch die UBS AG und die Credit Suisse AG. Der finanzielle Schaden, der dadurch entstand, schätzten Analysten zum damaligen Zeitpunkt auf 17,1 Milliarden US-Dollar. Das kam speziell die Deutsche Bank AG teuer zu stehen: Das grösste Kreditinstitut Deutschlands wurde mit insgesamt 2,5 Milliarden US Dollar zur Kasse gebeten.

Saron verspricht Besserung

Aufgrund dieser Vorkommnisse sieht der manipulationsanfällige Libor nun seinem Ende entgegen und soll in der Schweiz per Anfang 2022 durch den Saron abgelöst werden. Dieser wurde von einer Nationalen Arbeitsgruppe aus Vertretern von Bund und Banken ausgewählt und steht als Abkürzung für Swiss Average Rate Overnight. Im Gegensatz zum Libor wird er aber nicht einfach auf Gutdünken der Banken kommuniziert, sondern basiert auf tatsächlichen Geldmarkttransaktionen und Preisen im Schweizer Repo-Markt. Er ist somit überprüfbar und bietet keinen Spielraum mehr für Falschangaben seitens der Kreditinstitute.

Für Hypothekarkunden wohl kaum spürbar

Die Libor-Hypothek ist als Alternative zu den klassischen Finanzierungsmodellen Festhypothek und Variable Hypothek längst nicht nur den beiden Panel-Banken UBS AG und Credit Suisse AG vorbehalten; die Migros Bank AG oder die Bank Cler AG als Retailbanken haben diese Kreditlösung genauso im Angebot wie die AXA Versicherungen AG. Was bedeutet das nun für die vielen Kunden, die eine Libor-Hypothek abgeschlossen haben? Je nach Szenario wird sich für diejenigen, die zum Zeitpunkt des Wechsels eine laufende Libor-Hypothek haben nicht viel ändern. Denn der Saron ist auf einem vergleichbaren Zinsniveau wie der Libor. Im besten Fall kriegen die Kunden – abgesehen von der Namensänderung der Hypothek – so gut wie nichts vom Wechsel mit. Dafür haben sie von da an die Gewissheit, dass der Referenzzinssatz, auf dem ihre Hypothek basiert, nicht mehr manipuliert werden kann. Und das ist ja eine erfreuliche Nachricht.

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