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Geldmarkthypothek - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Geldmarkthypothek – Zahlt sich das Risiko aus?

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Die Geldmarkthypothek oder im Fachjargon auch LIBOR-Hypothek genannt, hat in den letzten Jahren eine sehr starke Erhöhung der Nachfrage erlebt. Hauptgrund dafür ist das aktuelle Tiefzinsumfeld, welches eine LIBOR-Hypothek sehr attraktiv erscheinen lässt. Ganz risikofrei ist eine Geldmarkthypothek jedoch nicht und es gibt einige Dinge zu beachten, um optimal von einer LIBOR-Hypothek zu profitieren. Nachfolgend wird aufgezeigt, welche Risiken es zu bedenken gilt und wie sich das Risiko einer Geldmarkthypothek auszahlen kann.

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Funktionsweise einer Geldmarkt-Hypothek

Eine Geldmarkthypothek ist ein flexibles Hypothekarmodell bei welchem in periodischen Abständen Zinsanpassungen vorgenommen werden. Es wird in der Regel ein Rahmenvertrag über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren abgeschlossen und ein Rhythmus vereinbart in welchem die Zinsanpassungen vorgenommen werden. Die meisten Geldmarkthypotheken werden dabei entweder in einem 3- oder 6-Monats-Rhythmus an den Referenzzinssatz angepasst. Der zu bezahlende Hypothekarzins bei einer Geldmarkthypothek setzt sich aus einer fix vereinbarten Marge und dem flexiblen Basiszinssatz zusammen. Der flexible Basiszinssatz wird dabei durch den sogenannten Libor, den Mittelwert aus den Zinsen, zu dem sich Banken auf dem europäischen Markt gegenseitig Geld ausleihen, bestimmt. Dieses System war für Hypothekarnehmer in der jüngeren Vergangenheit sehr attraktiv da die Richtung des Libors nur eine Richtung kannte, nämlich nach unten. Neben den attraktiven Hypothekarzinsen beinhaltet dieses Modell weitere gewichtige Vorteile.

Vorteile einer Geldmarkthypothek

Die Geldmarkthypothek verfügt über eine hohe Flexibilität. Im Basisvertrag wird normalerweise vereinbart, dass ein direkter Wechsel in eine Festhypothek möglich ist. Dadurch kann flexibel abgeschätzt werden, ob sich ein Wechsel in ein anderes Modell lohnt oder ob ein Verbleib im bisherigen System attraktiver ist. Ein weiterer Vorteil der Geldmarkthypothek ist die hohe Transparenz bei den Hypothekarzinsen. Dadurch, dass der Libor-Satz öffentlich einsehbar ist, können Sie direkt aus den News herleiten, ob Ihre Zinsen steigen oder sinken. Dies ist beispielsweise bei einer Variablen Hypothek nicht der Fall. Dort können Banken individuell die Zinsanpassungen berechnen und es ist häufig nicht klar wie dieser Mechanismus funktioniert. Die flexible Zinsanpassung zahlt sich natürlich nur aus so lange die Zinsen sinken.

Risiken einer Geldmarkthypothek

Bei einem Anstieg des Libor-Zinssatzes steigen auch die Hypothekarzinsen Ihrer Geldmarkthypothek an. Es ist somit eine genauere Beobachtung der Marktlage notwendig um im Falle eines starken Zinsanstiegs schnell reagieren zu können und beispielsweise die «Flucht» in eine Festhypothek vornehmen zu können. Diese Ungewissheit der Zinsentwicklung führt auch zu einer reduzierten Planungssicherheit für die Zukunft. Es kann kein exaktes mehrjähriges Budget für Ihre Hypothek aufgestellt werden. Deswegen sollten Sie stets einen Puffer in Ihrer Finanzplanung für steigende Zinsen eingeplanen. Um die Folgen eines Zinsanstiegs zu minimieren, bieten die meisten Institutionen verschiedene Absicherungsoptionen an.

Absicherung gegen Risiken: Cap-Absicherung und Tranchen-Bildung

Mit der Cap-Absicherung und der Tranchen-Bildung gibt es zwei effektive Methoden um das Risiko steigender Zinsen zu minimieren. Eine Cap-Absicherung bedeutet einen maximalen Zinssatz zu vereinbaren. Steigt der Zins über dieses Maximum folgt kein weiterer Anstieg der Hypothekarzinsen. Diese Absicherung ist jedoch nicht kostenlos, sondern erfolgt gegen das Entrichten einer Prämie. In der jüngeren Vergangenheit waren Cap-Absicherungen durch die sinkenden Zinsen nicht lohnenswert. Für den Fall eines starken Zinsanstiegs und die Risikominimierung lohnt sich eine solche Absicherung. Eine weitere lohnenswerte Methode kann die Bildung von Tranchen bei der Hypothek sein. Dabei wird beispielsweise nur ein Teil der Hypothek als Geldmarkt-Hypothek geführt und der Rest über eine sichere Festhypothek finanziert. Dadurch fällt ein Zinsanstieg nicht gleich ins Gewicht wie bei einer kompletten Finanzierung mittels Geldmarkt-Hypothek. Es zeigt sich somit, dass bei einer Geldmarkt-Hypothek viel von den Zukunftsentwicklungen abhängt und somit immer eine gewisse Ungewissheit vorhanden ist. Eine Unsicherheit, die Chance und Risiko zugleich sein kann.

Zukunftsaussichten – Ende des Libors

Im aktuellen Negativzinsumfeld ist der Libor-Satz sogar in den Minusbereich abgerutscht. Dies hätte die logische Konsequenz zur Folge, dass der Libor-Satz von der Zinsmarge bei der Hypothek abgezogen werden müsste. Dies ist aber nicht der Fall, da Banken sich davor im Vertrag absichern und Negativzinsen nicht direkt an ihre Sparer weitergeben können. Der Libor-Aufschlag ist somit seit einigen Jahren auf dem Nullpunkt und Hypothekarnehmer müssen nur die vertragliche Marge bezahlen. Diese Situation kann in der nahen Zukunft weiter Bestand haben. Mittelfristig wird die Zeit der Negativzinsen ablaufen und ein Zinsanstieg wird die Folge daraus sein. Mit definitiver Sicherheit kann gesagt werden, dass die Zeiten des Libors als Finanzinstrument gezählt sind. Durch die negativen Berichterstattungen über Zinsmanipulationen beim Libor hat die Aufsichtsbehörde beschlossen den Libor per Ende 2021 abzuschaffen. In der Schweiz ist mit Saron bereits der Nachfolger des Libors gekürt worden. Es wird aber damit gerechnet, dass für Hypothekarnehmer kaum Folgen ausser der Änderung des Namens zu spüren sein werden. Die einzige Folge die sich derzeit aus der Abschaffung des Libors ergibt ist, dass einige Banken nur noch Laufzeiten bis 2021 für LIBOR-Hypotheken anbieten und keine langfristigen Rahmenverträge mehr offerieren.

Fazit – LIBOR lohnt sich (meistens)

In den letzten Jahren waren die Zinsen für LIBOR-Hypotheken lohnenswert und durch die Negativzinsen sehr tief. Durch aktive Marktbeobachtung und Massnahmen zur Risikominimierung wie die Bildung von Tranchen kann die Sicherheit zusätzlich erhöht werden. Wie auch immer Sie sich entscheiden, ein Vergleich verschiedener Anbieter kann auch bei LIBOR-Hypotheken sinnvoll sein.

Erfahren Sie mehr!

Haben Sie weitere Fragen zur LIBOR-Hypothek oder interessieren sich generell für den Kauf/Verkauf von Immobilien? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Das Team von Hypoguide unterstützt Sie gerne mit einer unabhängigen und kompetenten Beratung.

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