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Zinsanstieg Hypotheken - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Frühlingserwachen am Hypothekarmarkt

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Eben war er noch da, der Winter. Schnee, Eis und Kälte haben alles verdeckt und unter sich begraben. Doch auch der längste Winter hat ein Ende und dann plötzlich sind sie da, die ersten Krokusse, Osterglocken und Tulpen. So oder so ähnlich wird es manch einem Hauseigentümer vorgekommen sein, als die Hypothekarzinsen im Januar nach langem Winterschlaf plötzlich stark angestiegen sind.

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Was ist geschehen?

Grundsätzlich hat sich in den vergangenen Monaten nicht viel verändert, wenn man die Fundamentaldaten aus der Wirtschaft als Massstab heranzieht. Zwar ist die Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern wie den USA in den vergangenen Monaten weiter gesunken und es wurden mehr Jobs geschaffen als prognostiziert. Dies alleine reicht jedoch nicht, um den Anstieg bei den Zinsen zu rechtfertigen.

Wie so oft lässt sich der Grund viel eher auf die Erwartungen der einzelnen Marktteilnehmer zurückführen. So rechnen vielen Ökonomen damit, dass sich die Wirtschaft im laufenden Jahr stärker erholen wird, als noch bis vor kurzem angenommen. Wachstumsprognosen wurden nach oben korrigiert, Arbeitslosenzahlen nach unten angepasst und Wirtschaftsführer verbreiten Optimismus wie selten. Die Aufbruchstimmung ist nach Jahren des Kriechganges nicht zu überhören. Man sehnt sich nach Wachstum und die Chancen dazu stehen gar nicht allzu schlecht.

Steigen die Hypothekarzinsen nun weiter an?

Ob es sich beim Kursfeuerwerk zu Beginn des Jahres um ein Strohfeuer handelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Sollten die hohen Erwartungen der Ökonomen jedoch erfüllt werden und die Unternehmenszahlen den kühnen Prognosen standhalten, darf damit gerechnet werden, dass es mit den Zinsen weiter nach oben geht. Die Schweizerische Nationalbank würde bei einem solchen Szenario die Zinsen aller Voraussicht nach nicht ewig im negativen Bereich belassen. Dies auch im Hinblick darauf, dass sie die Sozialwerke wie z.B. die Pensionskassen nicht auf ewig mit Strafzinsen belasten möchte. Aus dem spriessenden Samen zu Beginn dieses Jahres würde über die kommenden Monate somit eine richtige Pflanze heranwachsen.

Was tun als Hypothekarnehmer?

Steigen die Leitzinsen an und hellt sich der wirtschaftliche Ausblick auf, dann steigen auch die Zinsen für Hypotheken. Manch ein Eigenheimbesitzer hat seit der Finanzkrise 2007 von historisch tiefen Hypothekarzinsen profitiert. Die Zeit des billigen Geldes könnte jedoch mit dem Anstieg der vergangenen Wochen ein abruptes Ende finden.

Eigenheimbesitzer, welche aktuell auf eine Libor-Hypothek setzen, laufen unter Umständen in Gefahr, dass sich der Zinssatz für Geldmarkthypotheken in den kommenden 24 Monaten deutlich verteuert. Ein Wechsel in eine Festhypothek kann sich für Immobilienbesitzer auszahlen, auch wenn die Zinsen für eine mittel- bis langfristige Anbindung der Hypothek deutlich teurer sind als für Libor-Hypotheken.

In der aktuellen Lage sollten die nächsten Schritte wohl bedacht sein. Eine genaue Analyse der eigenen Situation ist unerlässlich. Neben den familiären und finanziellen Kriterien sollten auch taktische Elemente eine Rolle spielen. Denn wer jetzt in Panik verfällt, kann teuer für seinen Kurzschlussentscheid bezahlen. Die Zinsentwicklung ist keine Einbahnstrasse und es kann zwischendurch immer wieder zu Rückschlägen kommen. Gerade wer eine hohe Hypothek hat, sollte sich überlegen, seine Hypothek gestaffelt anzubinden. Damit ist nicht nur die Verteilung der Hypothek auf verschiedene Laufzeiten gemeint, sondern auch der Zeitpunkt, zu welchem man diese abschliesst. Denn wenn die Zinsen in den kommenden Monaten einen Rückschlag erleiden sollten, so kann sich Geduld auszahlen. Sollte man also den Entschluss fassen, dass man seine Libor-Hypothek in eine Festhypothek umwandeln möchte, dann empfiehlt es sich unter Umständen, wenn man diesen Wechsel schrittweise vollzieht.

Doch was tun, wenn es bis zur Fälligkeit der Hypothek noch eine Weile dauert? Für all jene, bei welchen die Fälligkeit für die bestehende Hypothek weniger als 2 Jahre beträgt, stellt dies weniger ein Problem dar. Die Finanzierung kann bereits heute vorzeitig verlängert werden. Zwar hat dies seinen Preis, da man für die Vorlaufzeit bis zur Fälligkeit der Hypothek einen Aufpreis bezahlt. Steigen die Zinsen jedoch weiter an, so ist die vorzeitige Verlängerung der Hypothek eine gute Wahl.

Doch was, wenn die Hypothek noch länger läuft und diese nicht vorzeitig verlängert werden kann? In einem solchen Fall bleibt meistens keine echte Alternative. Zwar kann eine Hypothek vorzeitig aufgelöst werden. Dafür zahlt man der Bank jedoch eine Vorfälligkeitsentschädigung, auch Penalty genannt. Diese Entschädigung kann beträgt je nach Höhe der Hypothek und der verbleibenden Laufzeit mehrere zehntausend Franken. Eine Auflösung der Hypothek macht somit in den wenigsten Fällen Sinn bzw. oft nur dann, wenn man längerfristig mit einem sehr starken Anstieg der Zinsen rechnet.

Tipps:    

  • Analysieren Sie die persönliche Situation sehr genau, bevor Sie einen Entscheid fällen
  • Verteilen Sie Ihre Hypothek auf verschiedene Laufzeiten
  • Amortisieren Sie Ihre Hypothek in regelmässigen Abständen, um die zukünftigen Zinskosten nachhaltig zu senken
  • Verlängern Sie Ihre Hypothek vorzeitig, falls Sie mit steigenden Zinsen rechnen, auch wenn Sie dafür unter Umständen einen Aufpreis für den Hypothekarzins zahlen sollten
  • Sprechen Sie mit Ihrem persönlichen Berater oder lassen Sie sich unabhängig von uns beraten

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