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Die Hypothek - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Die Hypothek - eine Jahrtausend alte Erfolgsstory

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Markus träumt schon lange davon, in seinem Garten einen imposanten Grillkamin zu bauen, um mit seinen Freunden die Sommerabende bei einem Barbecue zu verbringen. Leider bleibt ihm dieser Wunsch aber vorerst verwehrt: Markus wohnt zur Miete und hat von der Liegenschaftsverwaltung keine Erlaubnis für sein Projekt erhalten. Aus diesem Grund sehnt er sich danach, ein eigenes Haus zu besitzen, das er nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Leider verfügt Markus nicht über das nötige Kleingeld, um sich mal eben ein Haus zu kaufen. «Kein Problem», sagen seine Freunde, «dann nimm dafür doch eine Hypothek auf!». Doch was ist eine Hypothek eigentlich genau? Erfahren Sie in diesem Artikel interessante Details und Hintergrundinformationen rund um diese spezielle Kreditform.

Entstehungsgeschichte

Der Verleih von Geld gegen einen Zins war auch schon in der antiken Welt ein etabliertes Geschäftsmodell. Heute geht die Wissenschaft aber davon aus, dass die Idee der Kreditvergabe zum Erwerb einer Immobilie erstmals rund 600 Jahre vor Christus im alten Griechenland aufkam. So leitet sich auch das Wort «Hypothek» aus dem Griechischen ab und setzt sich aus den beiden Teilen «ὑπο» (= «hypo», deutsch «unter») und «τιθέναι» (= «tithénai», deutsch «legen») zusammen. Wörtlich genommen ist eine Hypothek somit nichts anderes als eine «Unterlage» für einen Kredit. Damit wird auch erkennbar, dass der Volksmund das Wort im Grunde genommen nicht korrekt verwendet: Denn die Hypothek ist laut Definition ein Grundpfandrecht, das als Belastung auf einem Grundstück als Sicherheit für ein Darlehen haftet. Das bedeutet, dass die Hypothek nicht die Summe Geld ist, die sich der Kunde für den Hauskauf ausleiht, sondern das Recht des Hypothekengebers, das Grundstück und die Liegenschaft als Sicherheit zu verwenden und davon beispielsweise bei einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers Gebrauch zu machen. Die Geldsumme selbst ist demnach das «Hypothekardarlehen» oder der «Hypothekarkredit» - wobei es interessanterweise sogar so ist, dass die «Hypothek» in der Schweiz rechtlich gar nicht existiert, sondern nur umgangssprachlich für die geliehene Summe verwendet wird.

Im Weiteren wird das Wort «Hypothek» auch als Metapher für eine Bürde verwendet: Siegt beispielsweise der FC Barcelona im Hinspiel der Championsleague-Halbfinals gegen den FC Bayern München mit 3:0, so ist dieses Resultat für die Münchner eine Hypothek in der Höhe von drei Toren für das Rückspiel.

Die Hypothek im Finanzwesen

Die Hypothek dient also in Form eines Grundpfandrechts als Sicherheit für den Hypothekar (Kreditgeber). Wie der Name schon verrät, kommt demnach ausschliesslich «Grund» mitsamt der Immobilie (Wohn- oder Gewerbeimmobilie) als Verwendungszweck für den Kredit in Frage. Es ist folglich nicht möglich, das Hypothekardarlehen für einen teuren Maserati oder ein wertvolles Rembrandt-Gemälde einzusetzen. Besteht nun der Wunsch zum Kauf einer Liegenschaft, leiht der Hypothekar dem Hypothekennehmer eine vereinbarte Summe Geld, die dieser zweckgebunden für den Erwerb der Immobilie einsetzt. Der Hypothekar tut dies aber nicht aus reiner Nächstenliebe: Im Gegenzug verpflichtet sich nämlich der Hypothekarnehmer, ihm einen vereinbarten Hypothekarzins für die geliehene Hypothekarsumme zu entrichten. Kommt der Hypothekarnehmer dieser Verpflichtung nicht nach, wird die «unterlegte» Sicherheitsfunktion sichtbar: Der Hypothekar wird berechtigt, seine Forderung durch den Erlös, der durch eine Zwangsversteigerung der Immobilie erzielt wird, zu befriedigen.

Im Falle von Markus bedeutet dies, dass er sich für seinen Hauskauf einen Hypothekar suchen muss. Als solche fungieren vor allem Banken, aber auch Versicherungen und Pensionskassen sind in diesem Geschäftsfeld aktiv. Hat er einen geeigneten Hypothekar gefunden, erwirbt er sein Wunschhaus mit dem Geld, das er von ihm geliehen bekam und ist von nun an verpflichtet, regelmässig einen Hypothekarzins an ihn zu bezahlen. Diese Zinserträge sind für viele Banken ein elementarer Teil ihrer Einkünfte.

Astronomisch hohe Zahlen

Der Hypothekenmarkt Schweiz boomt: Laut einer Veröffentlichung der Schweizerischen Nationalbank beziffert sich das Total sämtlicher Hypothekardarlehen in der Schweiz Anfangs 2016 auf unfassbare CHF 923’944’000'000.00 – in Worten ausformuliert sind das über 900 Milliarden Schweizer Franken, die an Immobilienkäufer (Wohn- und Gewerbeimmobilien) ausgeliehen wurden. Angesichts dieser Summe drängt sich die Annahme auf, dass es demnach nicht so schwierig sein kann, ein Hypothekardarlehen für ein Eigenheim aufzunehmen. Dem widerspricht aber die Statistik: Nur etwas mehr als ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer lebt in seinen eigenen vier Wänden – der Rest nach wie vor zur Miete. Damit belegt die Schweiz interessanterweise den letzten Platz im Vergleich mit den anderen europäischen Ländern.

Ebenfalls spannend ist ein Blick auf die historischen Zinssätze der Hypothekardarlehen: Im heutigen Tiefzinsumfeld ist ein solches je nach Modell und Laufzeit für unter 1% zu haben. Markus müsste also für eine Hypothekarsumme von CHF 800'000.00 dem Hypothekar einen jährlichen Zins von CHF 8'000.00 entrichten – was einer monatlichen Zahlung von gerundet CHF 666.00 entspricht. Wäre er jedoch bereits 20 Jahre zuvor unter die Immobilienbesitzer gegangen, hätte er dafür deutlich mehr berappen müssen: Im Jahr 1997 befand sich das Zinsniveau noch auf etwa 5%. Damit wären seine monatlichen Zinszahlungen mit CHF 3'330.00 fünf Mal höher ausgefallen; eine Summe, die ein Haushaltsbudget arg strapazieren kann.

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