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Gebäudeversicherung - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Die Gebäudeversicherung – Ein Schutz der sich lohnt?

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Besinnliche Nachweihnachtszeit bei Familie Meier. Der geschmückte Weihnachtsbaum samt Kerzen steht nach wie vor im Wohnzimmer und verbreitet eine weihnachtliche Festtagsstimmung. Die Kerzen werden noch ein letztes Mal angezündet, bevor sich der Lebenszyklus des Weihnachtsbaums dem Ende zuneigt und der Baum entsorgt wird. Die gesamte Familie Meier geht kurz in die Küche um das Dessert für das Abendessen vorzubereiten. Plötzlich startet der Feueralarm und die Familie entdeckt den brennenden Weihnachtsbaum. Der Brand hat sich bereits ausgebreitet und es gibt keine Rettung mehr für das Haus. Glücklicherweise hat die Familie eine Gebäudeversicherung abgeschlossen, doch zahlt diese tatsächlich? Nachfolgend wird betrachtet was durch eine Gebäudeversicherung gedeckt wird, welche Zusatzversicherungen es gibt und welche kantonalen Besonderheiten es zu beachten gilt.

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Die Gebäudeversicherung – Obligatorisch oder nicht?

Eine Gebäudeversicherung ist in fast allen Kantonen obligatorisch und wird durch einen kantonalen Monopolversicherer angeboten. Die Ausnahme davon bilden einige Kantone, welche man sich am einfachsten durch den Kürzel GUSTAVO-Kantone merken kann. Dabei verzichten die Kantone Genf, Wallis (Valais), Teile von Appenzell Innerhoden sowie das Tessin komplett auf ein Obligatorium für Gebäudeversicherungen. Die Kantone Uri, Schwyz und Obwalden haben zwar ein Obligatorium für eine Gebäudeversicherung, verzichten jedoch auf einen kantonalen Monopolanbieter und setzen auf Privatversicherungen.

Gebäudeversicherung – Welche Schäden sind gedeckt?

Eine obligatorische Gebäudeversicherung deckt Schäden von Elementarereignissen wie Sturm, Hagel, Hochwasser, Überschwemmung, Lawinen, Felssturz oder Erdrutsch. Dabei werden grundsätzlich alle Bestandteile eines Hauses versichert, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. Dies sind beispielsweise Türen, Treppen, Toiletten oder Fenster. Nicht inbegriffen ist zum Beispiel das Mobiliar eines Hauses wie ein Sofa oder ein Bett. Solche Gegenstände müssen separat als Hausrat versichert werden. Die Gebäudeversicherung hört sich zu Beginn sehr umfassend an, es gibt jedoch einige Klausen und Ausnahmen, welche sie nicht abdeckt.

Vorsicht Klauseln und Ausnahmen

Bei der obligatorischen Gebäudeversicherung gibt es verschiedene Klauseln wie beispielsweise beim Schutz vor Sturm. Grundsätzlich sind Sturmschäden durch die Versicherung gedeckt, jedoch mit Einschränkungen. Die Berner Gebäudeversicherung definiert einen Sturm folgendermassen: «Wind mit einer Geschwindigkeit von mindestens 63 km/h (im Zehnminutenmittel), der auch in der Umgebung zahlreiche weitere Gebäude beschädigt». Kommt zum Beispiel eine starke Böe und zerstört Ihre Sonnenstoren, ist nicht sicher, dass die Versicherung den Schaden deckt. Eine weitere Ausnahme sind Wasserschäden. So decken obligatorische Gebäudeversicherungen Wasserschäden in Folge von Überschwemmungen oder Hochwasser, jedoch kaum Schäden durch Leitungsbrüche oder undichte Wände. Kommen wir auf den anfangs erwähnten Fall von Familie Meier und dem Weihnachtsbaum zurück. Grundsätzlich übernimmt die Gebäudeversicherung Schäden durch Feuer wie Brand oder Blitzeinschlag. Kommt es jedoch zu einer Form von Fahrlässigkeit kann dies zu Einschränkungen bei der erstatteten Summe führen. Der brennende Weihnachtsbaum ist grundsätzlich durch die Versicherung gedeckt, jedoch sollte dabei die Aufsichtspflicht nicht verletzt werden. Die Familie Meier war im Nebenzimmer und hat somit fahrlässig gehandelt. Je nach Versicherer kann dies zu verschieden starken Abzügen bei der erstatten Summe führen.

Höhe des Versicherungswerts

Grundsätzlich ist ein Gebäude durch die obligatorische Gebäudeversicherung zum Neuwert versichert. Dies bedeutet, dass bei der kompletten Zerstörung eines Hauses derjenige Wert ersetzt, der zum Neubau eines gleichwertigen Hauses benötigt wird. Dabei wird häufig eine Neubewertung alle 12 – 15 Jahre vorgenommen, da der Wert eines Hauses abnehmen kann. In seltenen Ausnahmefällen wird statt dem Neuwert der sogenannte Zeitwert als Massstab genommen. Der Zeitwert entspricht dem Neuwert abzüglich technischer Altersentwertung, die beispielsweise durch Alter, Abnützung oder Witterungseinflüsse eingetreten ist. Fällt der Zeitwert des Gebäudes unter 50% des Neuwertes wird bei einigen Versicherungen nur der Zeitwert versichert. Eine obligatorische Versicherung deckt somit hohe Beträge bei direkten Schäden ab. Was jedoch nicht gedeckt wird, sind indirekte Schäden wie beispielsweise weiter zu bezahlende Hypothekarzinsen. Bei einem Totalverlust des Hauses müssen die Bewohner in eine andere Liegenschaft umziehen. Hypothekargeber verzichten aber in der Regel nicht auf ihren Anspruch an Hypothekarzinsen und fordern diese weiterhin ein. Für solche Fälle und weitere Schäden gibt es die Zusatzversicherungen.

Zusatzversicherungen

Eine Zusatzversicherung kann bei verschiedenen Bereichen lohnenswert sein. Ein Beispiel ist die bereits erwähnte Übernahme von weiter zu bezahlenden Hypothekarzinsen. Eine weitere Zusatzversicherung deckt jegliche Wasserschäden ab, also auch Rohrbrüche und undichte Wände. Ein Schaden welcher durch obligatorische Gebäudeversicherungen nicht abgedeckt ist, ist der Schaden durch Erdbeben. Dafür muss eine zusätzliche Erdbebenversicherung abgeschlossen werden. Grössere Erdbeben sind in der Schweiz zwar selten, es gibt jedoch Regionen wie die Kantone Basel und Wallis wo dieses Risiko nicht zu vernachlässigen ist.

Vergleichen lohnt sich

Bei der obligatorischen Gebäudeversicherung haben Sie in den meisten Fällen keine Wahl und Sie müssen sich beim kantonalen Monopolanbieter versichern. Bei Zusatzversicherungen gibt es jedoch grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern und dabei lohnt sich ein Vergleich auf jeden Fall. Eine attraktive Lösung kann beispielsweise die Aufnahme einer Hypothek bei einer Versicherung sein, da diese häufig Kombinationsangebote mit Zusatzgebäudeversicherungen anbieten. So gibt es zum Beispiel Versicherungen die bei einer Ersthypothek eine kostenlose Erdbebenversicherung offerieren.

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Haben Sie weitere Fragen zu Ihren Versicherungen oder interessieren Sie sich im Allgemeinen für die Thematik rund um den Kauf/Verkauf einer Immobilie? Warten Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Die Kundenbetreuer von Hypoguide stehen Ihnen mit kompetenter und unabhängiger Beratung rund um das Thema Liegenschaftsfinanzierung zur Seite.

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