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Immobilien als Altersvorsorge - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Die 4. Säule – Immobilien als Altersvorsorge

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Das Schweizerische Vorsorgesystem stösst je länger je mehr an seine Grenzen. Die Zukunft der AHV ist ungewiss. Höchste Zeit also, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Wie Sie dabei vorgehen müssen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Vorsorgesystem der Schweiz 

Das Schweizer Vorsorgemodell basiert auf dem breit abgestützten 3-Säulen-Modell. Die 1. Säule besteht aus der staatlichen Vorsorge, der AHV. Finanziert wird die AHV über das Umlageverfahren durch die erwerbstätige Bevölkerung und deren Arbeitgeber. Die 2. Säule, auch berufliche Vorsorge genannt, besteht aus der Pensionskasse oder einem Freizügigkeitskonto. Im Gegensatz zur AHV erfolgt das Vorsorgesparen dieser Säule auf Basis des Kapitaldeckungsverfahrens. Als 3. Säule ermöglicht Ihnen die private Vorsorge ein individuelles Sparen, welches das Aufrechterhalten des Lebensstandards auch im Pensionsalter erlaubt. 

Vorsorgeproblematik 

Der Fortbestand der AHV ist in Gefahr. Durch den demografischen Wandel entsteht ein Ungleichgewicht zwischen dem Anteil der arbeitenden Bevölkerung und dem der Rentenbezüger. Gründe dafür sind zum einen die sinkende Zahl der jährlichen Geburten und andererseits der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung. Treten die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer, die zwischen der Nachkriegszeit und dem Pillenknick 1965 geboren wurden, in den Ruhestand, vergrössert sich dieses Ungleichgewicht zusätzlich. Künftig werden lediglich zwei berufstätige Personen einen Rentner finanzieren, was drastische Auswirkungen haben kann: Nicht nur die 1. Säule stösst im 21. Jahrhundert an ihre Grenzen – auch die 2. Säule leidet unter der gestiegenen Lebenserwartung und dem tiefen Zinsniveau, da sie trotz anhaltender Negativzinsen eine Mindestrendite von einem Prozent erzielen müssen. 

Umgang mit der Vorsorgeproblematik 

Als Folge der anstehenden Probleme werden entweder die Rentenleistungen abnehmen oder die Abgaben erhöht. Die Pensionskassen können durch eine Anpassung des Umwandlungssatzes saniert werden, aber das Zielband für den Mindestzins können sie lediglich durch eine grössere Risikobereitschaft bei der Verwaltung der Vorsorgegelder erfüllen. Weil die Aktienquote gesetzlich auf maximal 50 Prozent festgelegt ist, bietet sich der Immobilienmarkt als Alternative an. Dies erklärt, weshalb viele Pensionskassen im Wohnungsmarkt als Vermieter aktiv sind. Aus den Mietüberschüssen und allfälligen Verkaufserlösen sollen die fehlenden Renditen der Konto- und Obligationsguthaben wettgemacht werden. Als zweites Standbein im Immobiliensegment haben sich die Pensionskassen der Direktvergabe von Hypotheken angenommen. Hier erhoffen sie sich, mit grundpfandgesicherten Krediten entsprechende Erträge zu erzielen. 

Rentenreform 2017 

Die Rentenreform, über welche am 24. September 2017 abgestimmt wird, verfolgt einen Ansatz zur Lösung der Vorsorgeproblematik. Die Mehrwertsteuer soll an das aktuelle Preisniveau angepasst und somit die AHV mit den daraus resultierenden Zusatzeinnahmen gestärkt werden. Der Umwandlungssatz für die Pensionskassen soll von 6.8 Prozent auf 6.0 Prozent reduziert werden. Ziel dabei ist es, den Effekt der gestiegenen Lebenserwartung abzufedern. Die Reform beinhaltet ebenfalls eine Anpassung des Rentenalters für Frauen, welches auf 65 Jahre erhöht werden soll. 

Private Vorsorge und indirekte Amortisation 

Unabhängig von den Entwicklungen für die 1. und 2. Säule haben Sie jedoch die Möglichkeit, Ihre private Vorsorge selbst gestalten. Dazu können Sie jährlich einen Maximalbetrag von CHF 6’768.- in ein Sparen 3-Konto einbezahlen. Dieser Beitrag ist vom steuerbaren Einkommen abziehbar und von der Vermögenssteuer befreit. Sparen 3-Konten eignen sich ebenfalls als Amortisationsinstrument für Eigenheimbesitzer. Statt den Kredit zurückzubezahlen, wird die Sicherheit der Finanzierung durch Einzahlungen auf ein verpfändetes Vorsorgekonto erhöht. Bei der Wahl des Vorsorgeproduktes können Sie sich zwischen einem verzinsten Konto und einer fondsbasierten Variante mit geringem Aktienanteil entscheiden. Nebst den steuerfreien Sparen 3a-Lösungen besteht ein weitreichendes Angebot an 3b-Produkten. Mit Banksparen oder durch den Einsatz von Lebensversicherungsprodukten können Sie im Rahmen der 3b-Säule ohne Steuerprivilegien diverse Massnahmen für Ihre Vorsorge treffen. 

Immobilien als Vorsorgeprodukt 

Als Eigenheimbesitzer sorgen Sie nicht nur mit der indirekten Amortisation für den 3. Lebensabschnitt vor. Mit dem Kauf einer Immobilie erwerben Sie ein wertbeständiges Gut, das Ihnen einen umfassenden Inflationsschutz bietet. Bis zum Erreichen des Pensionsalters haben Sie die Möglichkeit, den Kredit Stück für Stück zurückzuzahlen und so Ihre jährlichen Hypothekarzinsen laufend zu reduzieren. Wenn Sie einen gewichtigen Teil der Schuld bis zum Renteneintritt zurückbezahlt haben, wird dies den Einkommensrückgang abfedern. Besonders im aktuellen Tiefzinsumfeld sind Ihre Ausgaben im beschrieben Fall wesentlich tiefer, wie wenn Sie eine Wohnung mieten würden. Mit genügend Kapital und Know-How können Sie sich also mit einem Haus oder einer Wohnung eine 4. Säule für die Altersvorsorge aufbauen. Mit diesen vier Stützen bilden Sie sich selbst eine stabilere Basis für Ihre persönliche Vorsorge. Weitsicht und sinnvolles Sparverhalten ermöglicht es Ihnen somit, sich von den bevorstehenden Problemen unseres Vorsorgesystems emanzipieren. So vermögen Sie selbst drastische Leistungseinbussen der ersten beiden Säulen abzufedern und sind in der Lage, auch während der Pension den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. 

Vorsorge und Hypotheken 

Vorsorge und Hypotheken sind eng miteinander verknüpft. Es bietet sich an, die Sicherheit einer Eigenheimfinanzierung durch die Verpfändung von Vorsorgeprodukten wie Sparen 3-Konti oder Lebensversicherungen mit Rückkaufswert zu erhöhen. Weil Sie mit dieser Massnahme Ihr Kreditrating erhöhen können, offerieren Ihnen die Banken und Versicherungen einen günstigeren Hypo-Zins. Auch die Pensionskassenguthaben können besonders bei jüngeren Eigenheimbesitzern eine Schlüsselrolle bei der Finanzierung von selbstbewohntem Wohneigentum einnehmen. Wie beim Sparen 3-Konto gibt es die Möglichkeit, diese Gelder entweder zu verpfänden oder vorzeitig zu beziehen. Für den Vorbezug gibt es jedoch eine gesetzliche Eingrenzung: Mindestens 10 Prozent müssen aus harten Eigenmittel bestehen, dürfen also nicht aus der 2. Säule stammen.  

Vorsorgen mit Hypoguide 

Sie sind am Erwerb von Eigenheim oder der Ablösung einer bestehenden Hypothek interessiert? Wir von Hypoguide helfen Ihnen gerne bei der Wahl der passenden Finanzierung. Sorgen Sie vor - mit Hypoguide. 

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