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Fenstersanierung - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Fenstersanierung: Holz-Metall- oder Kunststofffenster?

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Der Wind pfeift durch die Ritzen, das Kondenswasser tropft an der Scheibe herunter und die Farbe blättert ab – höchste Zeit für neue Fenster! Doch welches ist das richtige Fenster? Nicht nur der Preis sollte eine Rolle spielen. Wichtig sind auch Aussehen, Nachhaltigkeit und Lebensdauer. Erfahren sie hier, worauf es bei Fenstern ankommt.

Fensterersatz oder Renovationsfenster?

Müssen Fenster erneuert werden, gibt es zwei Varianten: Fensterersatz oder sog. Renovationsfenster.

Jedes Fenster besteht aus einem festen, unbeweglichen Teil, dem Fensterrahmen und den Teilen, die sich öffnen lassen, den Fensterflügeln.

Beim Fensterersatz reisst man das komplette Fenster heraus. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn der bestehende Rahmen nur noch schlecht erhalten ist oder wenn hinter dem Rahmen undichte oder hohle Stellen vermutet werden. Diese Schwachstellen können dann vor der Montage des neuen Fensters ausgemerzt werden.

Sind der Rahmen und die Bauteile, an die der Rahmen befestigt ist, noch in gutem Zustand, kann man ein Renovationsfenster einbauen. Beim Renovationsfenster bleibt der bestehende Fensterrahmen erhalten. Die Flügel werden ausgehängt, die Beschläge entfernt und dann ein Renovationsrahmen auf den bestehenden Rahmen montiert. Die neuen Fensterflügel werden dann am Renovationsrahmen befestigt.

Das Material bestimmt die Eigenschaften

Hat man eine Sanierungsvariante gewählt, muss man sich für das geeignete Material entscheiden. Je nach Material, aus dem das Fenster hauptsächlich hergestellt wird, unterscheidet man unterschiedliche Fenstertypen. Fenster fertigt man vor allem aus Holz, Metall und Kunststoff.

Fenster sind ein wichtiges Gestaltungselement und zu gleich energetische Schwachstelle jeder Fassade. Denn sind sie nicht dicht oder nicht wärmedämmend genug, geht über die Fenster (auch wenn sie geschlossen sind) viel Heizenergie verloren. Im Sommer können mangelhafte Fenster das Gebäudeinnere aufheizen. Im Fachjargon redet man vom sog. Wärmedurchlass. Dieser sollte so gering wie möglich sein – egal, ob Kunststoff- oder Holzfenster.

Guter U-Wert = kleiner U-Wert = wenig Energieverlust

Wer Fenster nach dem Kriterium der Energieeffizienz vergleichen möchte, muss die sog. U-Werte der einzelnen Fenster studieren. Der U-Wert (W/m²K) ist die Masseinheit zur Ermittlung des Wärmeverlusts eines Bauteils. Je tiefer der U-Wert, desto kleiner sind die Wärmeverluste. Aktuell haben neue Fenster einen U-Wert von ca. 1 W/m²K. 

Fenstermaterialien im Überblick

Das Holzfenster

Vorteile Holzfenster:

  • gut wiederverwertbar
  • Holzfenster können in allen Farben gestrichen werden
  • gute Ökobilanz
  • Naturbehandlung möglich 

Nachteile Holzfenster:

  • bei Hitze schwindet das Holz (schwinden = zusammenziehen)
  • bei Nässe quillt das Holz (quellen = mit Wasser aufsaugen)
  • Das Holz muss innen und aussen dreifach gestrichen werden
  • Der Farbanstrich muss periodisch erneuert werden
  • Bei eindringendem Wasser droht Pilzbefall

Lebensdauer: ca. 20 Jahre

Am besten Geeignet für: Einfamilienhäuser

Weniger geeignet für: Nasszellen (viel Feuchtigkeit), grosse Wohnüberbauungen (wegen dem Unterhalt der Farbanstriche)

Tipp: Helle Farben oder Lasuren, unter denen die typische Holzstruktur hervor scheint, eignen sich am besten. Wählt man dunkle Anstriche, erwärmt sich das Fenster bei Hitze noch mehr. Das belastet die gesamte Fensterkonstruktion. 

Das Holz-Metall-Fenster

Neben allen Vorteilen, die auch für das Holzfenster gelten, bringt das Holz-Metall-Fenster einen weiteren Pluspunkt mit: Das Wort Metall in Holz-Metall-Fenster steht für das Aluminium, mit dem die Aussenseite der Fenster verkleidet werden. Diese Verkleidung schützt das Holz darunter. Hitze, Nässe, extreme Kälte oder Trockenheit können dem Fenster nichts anhaben.

Vorteile Holz-Metall-Fenster:

  • gut wiederverwertbar
  • extrem lange Lebensdauer
  • freie Farbwahl
  • wenig Unterhalt 

Nachteile Holz-Metall-Fenster

  • 20% höhere Kosten gegenüber reinen Holzfenstern. Beachtet man aber den erhöhten Unterhalt für Holzfenster, rechnet sich das Holz-Metall-Fenster bereits nach wenigen Jahren.

 Lebensdauer: ca. 30 Jahre und mehr

 Am besten Geeignet für: alle Arten von Gebäuden

 Weniger geeignet für: überall ohne Vorbehalt einsetzbar 

Das Kunststoff-Fenster

Kunststofffenster bestehen heute vor allem aus dem Werkstoff Polyvinylchlorid hart (PVC-hart). Dass sie hauptsächlich aus Kunststoff bestehen, macht sie weniger nachhaltig als Holz- oder Holz-Metall-Fenster. Sie werden häufig im Mietwohnungsbau oder bei Renovierungen eingesetzt.

Vorteile Kunststoff-Fenster:

  • Oberfläche muss nicht behandelt werden
  • wetterbeständig

Nachteile Kunststoff-Fenster:

  • Kunststoff-Fenster sind weniger stabil als Holz- oder Holz-Metall-Fenster
  • brennbar
  • meistens nur in Weiss erhältlich
  • aufwändiger in der Montage (weil die Wärmedehnung des Kunststoffs berücksichtigt werden muss).

Lebensdauer: ca. 25 Jahre und mehr

Am besten Geeignet für: alle Arten von Gebäuden, besonders Mietwohnungsbau

Weniger geeignet für: grossflächige Verglasungen wegen der geringeren Stabilität

Welches Fenster hat die beste Ökobilanz?

Wer Wert auf Umweltschutz legt, sollte auch die ökologischen Aspekte beachten. Die beste Ökobilanz haben Holzfenster. Holz ist ein erneuerbarer Baustoff, weil er stetig nachwächst. Viele Schweizer Fensterbaufirmen verwenden einheimisches Holz, z.B. Fichte, Eiche oder Lärche. Der Rahmen für Kunststofffenster kann zwar recycelt werden, die Herstellung der Kunststofffenster verbraucht aber mehr Energie als die der Holzfenster. Die Holz-Metallfenster schneiden im Öko-Vergleich am schlechtesten ab. Der Grund: Die Herstellung des Aluminiums für die Aussenverkleidung verbraucht sehr viel Energie.

Das Fensterglas – mehr als Aussicht

Grossen Einfluss auf den Wärmedurchlass und den U-Wert hat aber nicht nur das Material für Rahmen und Flügel sondern auch das Glas. Gerade wer eine energetisch sinnvolle Sanierung plant, sollte der Verglasung Beachtung schenken. Heute wird meistens eine Dreifach-Isolierverglasung verwendet: Die Fensterscheibe besteht aus drei Glasscheiben. Die Spalten zwischen den einzelnen Gläsern werden mit einem Gas gefüllt. Dieses verhindert, dass Luft von aussen nach innen und umgekehrt strömt, und reduziert somit den Wärmedurchlass.

Machen Sie Ihre Fenster einbruchsicher

Steht die Fenstersanierung ohnehin an, lohnt es sich darüber nachzudenken, mit den neuen Fenstern auch gleich einen Einbruchschutz einzubauen. Mit kleinem Aufpreis und wenig Aufwand lassen sich Fenster einbruchsicher machen.

Wer eine langlebige und robuste Lösung sucht, ist mit Holz-Metall-Fenstern am besten beraten. Sie sind etwas teurer als reine Holz- oder Kunststoff-Fenster. Dafür halten sie extrem lang, sind einfach im Unterhalt und in allen Farben erhältlich. 

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