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Bauen nach Minergie-Standard – Lohnt sich der Mehraufwand? - Hypotheken-Ratgeber | Hypoguide AG

Bauen nach Minergie-Standard – Lohnt sich der Mehraufwand?

Minergie steht für nachhaltiges Bauen und ist mittlerweile zum Synonym für umweltbewusste Gebäudekonzepte geworden. Doch was steckt hinter dem Namen Minergie und welche Bedingungen müssen für das Minergie-Zertifikat erfüllt werden? Welche Vorteile ergeben sich aus diesem Nachhaltigkeitsnachweis? Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Was ist Minergie?

Der Name ist Programm: Minergie steht für minimalen Energieverbrauch. Die geschützte Marke Minergie® garantiert einen fortschrittlichen Baustandard. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind die tragenden Säulen. Aber auch der Komfort und das Raumklima sind wichtige Aspekte. Als Prüfstelle waltet die Minergie-Zertifizierungsstelle. Sie beurteilt anhand von Objektunterlagen und Stichproben vor Ort, ob ein Gebäude die erforderlichen Voraussetzungen für ein Minergie-Zertifikat erfüllt.

Minergie-Standard

Was gilt es bei der Gebäude-Konzipierung nach Minergie zu beachten? Konkret soll nachhaltiges Wohnen durch folgende Massnahmen erreicht werden:

  • Kontrollierter Luftaustausch als Alternative zum heizungsintensiven Lüften
  • Wärmedämmung durch gute Isolationsschicht
  • Effizientes LED-Beleuchtungssystem
  • Verzicht auf fossile Energieträger durch eine Wärmepumpe und Photovoltaikanlagen
  • Regenwasseraufbereitung

Als Richtlinie für neue Wohnbauten dient die Kennzahl für das Energiemaximum von 55 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Zahlen und Fakten rund um Minergie

1996 haben die Kantone und das Bundesamt für Energie die Marke Minergie lanciert. In einem ersten Schritt wurden Standards für energieeffizientes Bauen definiert. Seit 1998 haben 43’150 Gebäude das begehrte Minergie-Zertifikat erhalten. Der Anteil Neubauten nach Minergie Standard nimmt stetig zu.

Minergie-Stufen

Man unterscheidet verschiedene Standards: Minergie, Minergie-P, Minergie-A und Minergie-Eco. Im Gegensatz zur ersten Stufe sind für Minergie-P strengere Anforderungen an die Energieeffizienz und Qualität zu erfüllen. Minergie-A verfolgt zusätzlich noch den Anspruch, eine maximale energetische Unabhängigkeit zu erzielen. Dies lässt sich z.B. durch Nutzung von Restwärme, Photovoltaik oder Windenergie erreichen, dank denen man ohne externe Energiequellen auskommen kann. Minergie-ECO ist eine Ergänzung zu MINERGIE und Minergie-P. Unter anderem muss nachgewiesen werden, dass das Gebäude einfach zurückgebaut und die Baumaterialien recycelt werden können.

Vorteile von Minergie

Durch nachhaltiges Bauen leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag gegen die Klimaerwärmung. Dies kommt schlussendlich jedem zu Gute. Finanziell gesehen zahlt sich Minergie langfristig aus. Die Stromrechnung fällt deutlich geringer aus. Eventuell können Sie sogar einen Anteil vom selbstgewonnenen Strom ins Netz einspeisen. Viele Banken, wie etwa die Raiffeisenbank oder die UBS, belohnen Besitzer von Minergie-Gebäuden mit Sonderkonditionen für die Hypothek. Der Abschlag variiert zwischen 0.1 Prozent und 0.2 Prozent, was mehrere Hundert Franken pro Jahr ausmacht.

Steuerauswirkungen von nachhaltigen Investitionen

Zertifizierte Minergie-Gebäude sind für einen Zeitraum von zwanzig Jahren von der ergänzenden Liegenschaftssteuer befreit. Bei bestehenden Bauten (älter als fünf Jahre) können Sie sämtliche Energiesparmassnahmen in allen Kantonen (ausser Luzern) vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehen. Neubauten (jünger als 5 Jahre) sind von dieser Regelung ausgeschlossen, da derartige Investitionen nicht als Unterhalt, sondern als Baukosten angerechnet werden. Wird aus Photovoltaikanlagen Strom für den Eigenbedarf produziert, ist dieser steuerfrei. Vergütete Einspeisungen gelten als Erträge aus unbeweglichem Vermögen und sind dem steuerbaren Einkommen hinzuzurechnen.

Zukunft des Bauens

Schon 2020 soll Minergie zum Schweizer Standard für Neubauten werden. Bereits heute erfüllen fast alle neuen Objekte die Minergie-Richtlinien. Insofern verteuert sich das Bauen ab 2020 nur unwesentlich. In Punkto nachhaltigem Wohnen nimmt die Schweiz mit der Minergie-Strategie eine weltweite Pionierrolle ein.

Was ist GEAK®?

In der Schweiz gibt es zwei Zertifizierungsstellen für energieeffizientes Bauen, die von den Kantonen eingeführt wurden: Minergie und den Gebäude-Energieausweis der Kantone, kurz GEAK. Letzterer dient primär der Bewertung von Wohn- und Dienstleistungsbauten in Bezug auf die Energieeffizienz. Der GEAK-Ausweis liefert einen einfachen, transparenten und neutralen Überblick über die energetische Bauqualität. Detailliertere Auskünfte – etwa Anweisungen für eine Gebäudeerneuerung – entnimmt man dem GEAK Plus. Um die Systeme GEAK und Minergie auseinanderzuhalten lässt sich folgendes festhalten: GEAK befasst sich mit der Diagnose bestehender Bauten, während Minergie Standards für die Umsetzung von Energiesparmassnahmen neuer und bestehender Objekte definiert.

Minergie mit Hypoguide

Nachhaltiges Bauen zahlt sich doppelt aus: Erstens profitieren Sie von einem günstigeren Hypozins und tieferen Strom- und Steuerrechnungen. Zweitens kommt der schonende Umgang mit unserer Natur Ihnen und Ihren Mitmenschen zu Gute. Kurz gesagt: Mit Minergie wohnen Sie mit einem guten Gewissen – und erst noch günstiger.

Besitzen Sie bereits ein Minergie-Gebäude oder planen Sie Energiesparmassnahmen für Ihre Liegenschaft? Wir von Hypoguide sorgen dafür, dass Ihre nachhaltigen Investitionen mit vorzüglichen Konditionen belohnt werden.

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