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Stockwerkeigentum – was es zu beachten gilt

Sie möchten sich den Traum von den eigenen vier Wänden demnächst erfüllen oder haben Ihre Eigentumswohnung bereits bezogen? Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Thema.

Wie entsteht Stockwerkeigentum?

Das Stockwerkeigentum ist eine Sonderform des Miteigentums. Mit dem Kauf von Stockwerkeigentum erwirbt der Käufer einen bestimmten Anteil an einem Grundstück bzw. Gebäude.

Damit ein Stockwerkeigentum entstehen kann, benötigt es es eine Begründungserklärung. Diese ist nur gültig, wenn ein Notar sie beglaubigt. Der Anteil, den man als Stockwerkeigentümer am Ganzen besitzt, wird jeweils in Hundertstel oder Tausendstel (Wertquote) angegeben und im Grundbuch auf den Namen des Eigentümers eingetragen.

Nach der Begründung des Stockwerkeigentums hält man die Wertanteile in einem Aufteilungsplan fest. So ist neben der Wertquote auch die Aufteilung der einzelnen Räume klar geregelt.

Vorsicht beim Umbau

Im Gegensatz zum Eigentümer eines Einfamilienhauses ist der Stockwerkeigentümer in seinem Tun und Lassen nicht vollständig unabhängig. Er hat sich dabei an bestimmte Auflagen und Vorschriften zu halten. Zwar kann er seine eigenen Räumlichkeiten im Rahmen des Stockwerkeigentümerreglements frei nutzen. Doch muss er dabei darauf achten, dass die anderen Stockwerkeigentümer dadurch keinen Schaden erleiden. Der einzelne Stockwerkeigentümer darf somit seine eigenen Räume nach Belieben anpassen und gestalten. Wichtig dabei ist, dass die Liegenschaft als Ganzes nicht davon betroffen wird. Bei tragenden Wänden etwa oder zusätzlichen Sanitärinstallationen ist daher Vorsicht geboten.

Eigener Bereich, öffentlicher Bereich

Neben dem Wohnbereich umfasst das Stockwerkeigentum oft auch das alleinige Nutzungsrecht an einem Keller- oder Estrichabteil. Manchmal kann dieses Nutzungsrecht auch für einen Bastelraum oder separaten Weinkeller bestehen. Alle übrigen Bereiche der Liegenschaft wie das Treppenhaus oder der Eingangsbereich werden der gemeinschaftlichen Nutzung zugeordnet. Diese Bereiche dürfen nur mit Zustimmung sämtlicher Stockwerkeigentümer verändert werden. Dies gilt auch für die Gebäudefassade und das Dach.

Wem gehört der Garten?

Eigentümer einer Gartenwohnung gehen oft davon aus, dass ihnen der an ihren Sitzplatz angrenzende Grünbereich alleine zur Verfügung stehe und sie diesen Raum nach freiem Ermessen umgestalten könnten. Dem ist nicht so: Der Garten steht allen Stockwerkeigentümern gleichermassen zur Verfügung. Das Einzäunen mit einem Gartenhag, das Anlegen eines Blumenbeets oder das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern muss von den übrigen Stockwerkeigentümern bewilligt werden. Arbeiten, die ohne Erlaubnis der übrigen Eigentümer ausgeführt werden, müssen im ungünstigsten Fall zurückgebaut und die Kosten dafür alleine getragen werden.

Vorsicht beim Kauf von bestehendem Stockwerkeigentum

Beim Kauf von bestehendem Stockwerkeigentum sollten Sie neben dem Stockwerkeigentümerreglement und dem Wortlaut im Grundbuch insbesondere die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen studieren. Damit lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Auch ist es empfehlenswert, sich nach anstehenden Sanierungsarbeiten zu erkundigen, welche für die nächsten Jahre geplant sind. Besteht ein Erneuerungsfonds für die Gesamtheit der Stockwerkeinheiten, gilt es zudem abzuklären, wie hoch das aktuelle Guthaben ist und welche Beträge Sie periodisch in den Erneuerungsfonds einbezahlen müssen.

Sie haben Fragen zum Thema Stockwerkeigentum oder wünschen einen Finanzierungsvorschlag für Ihre Eigentumswohnung? Gerne stehen Ihnen unsere Experten unter 0800 151 151 auf unserer kostenlosen Service Line zur Verfügung.

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