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Eigentumswohnung kaufen oder doch lieber Mieter bleiben?

Wer bei diesen tiefen Zinsen nicht kauft, ist selber schuld. Oder nicht? Erfahren Sie hier, warum sich der Kauf einer Eigentumswohnung für Sie lohnen könnte oder warum Sie doch als Mieter glücklicher werden.

Mietwohnung – fixe Wohnkosten, flexible Mietdauer

Sie haben Ihren Traumjob gefunden, es ist Nachwuchs in Anmarsch oder Sie planen einen längere USA-Reise: Es gibt viele Gründe, die Wohnung zu kündigen. Die Möglichkeit zu kündigen ist der grösste Vorteil am Mieten: Sie sind nicht an einen Ort gebunden und können sich ein neues Zuhause suchen, wann immer Sie wollen. Natürlich müssen Sie die Kündigungsfristen einhalten. Wer es sich leisten kann, während ein paar Monaten doppelt Miete zu zahlen, kann auch ausserhalb der Kündigungsfrist ausziehen.

Mietkosten lassen sich gut budgetieren. Erhöhungen oder Senkungen des Mietzinses werden vom Vermieter – meist um die Länge der Kündigungsfrist – vorangekündigt. Nebenkosten für Heizung und Wasser sind als Akontozahlung in der monatlichen Miete inbegriffen. Je nach individuellem Verbrauch können die tatsächlichen Nebenkosten aber auch höher ausfallen, als der bereits voreinbezahlte Betrag. Dennoch ist der grösste Teil der Mietkosten voraussehbar.

Mietwohnung – kein Eigentum, keine Entscheidungsmacht

Braucht der Vermieter die Mietwohnung für eigene Zwecke, muss sich der Mieter um eine neue Bleibe kümmern. Denn der Eigentümer besitzt gegenüber dem Mieter ein Vorrecht die Mietwohnung zu bewohnen. Natürlich kann der Eigentümer den Mieter nicht ohne vorgängig vereinbarte Frist auf die Strasse setzen. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man, ohne es zu wollen, eine neue Wohnung suchen muss.

Die Küche umbauen, eine Wand heraus reissen? Das geht als Mieter leider nicht. Renovierungen sind Sache des Vermieters. Der Mieter kann zwar Vorschläge machen, ob aber tatsächlich umgebaut wird, entscheidet der Vermieter.

Ausserdem: Alles, was man während der Mietdauer an der Wohnung verändert, muss man bei Kündigung der Mietwohnung auch wieder rückgängig machen. Das gilt sowohl für Türkis gestrichenen Wände als auch für selbst aufgehängte Küchenregale.

Eigentumswohnung – Innenausbau frei gestalten

Stuck an den Decken, Waschbecken aus Murano Glas oder Parkett aus geräucherter Eiche. Als Eigentümer sind Sie im Innenausbau Ihrer Wohnung ganz frei. Auch Wände dürfen abgebrochen werden – sofern sich das nicht nachteilig auf die Statik der gesamten Liegenschaft auswirkt.

Dort, wo die eigene Wohnung aufhört, endet der gestalterische Freiraum: Das Treppenhaus, der Eingangsbereich, die Fassade oder der Garten gehören den einzelnen Eigentümern gemeinsam. Nur mit Zustimmung der übrigen Eigentümer darf in diesen Bereichen etwas verändert werden. Wer zum Beispiel aus seinem Balkon einen Wintergarten machen möchte, muss sich diesen Wunsch von den anderen Eigentümern des Stockwerkeigentums genehmigen lassen.

Eigentumswohnung – weniger Flexibilität

Beim Kauf einer Eigentumswohnung wird ein grosser Geldbetrag an die Immobilie gebunden. Wer den Kauf über die Bank finanzieren möchte, muss mindestens 20% des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen. Es lohnt sich, vorher genau zu überlegen, ob man das will oder nicht. Wer in naher Zukunft einen grösseren Bargeldbetrag benötigt und sonst keine anderen Mittel hat, sollte mit dem Kauf der Eigentumswohnung lieber warten oder die Ausgaben verschieben.

Wer in einer Eigentumswohnung lebt, gibt diese nicht ohne weiteres auf. In gewissen Situationen ist man im Vergleich zum Mieter weniger flexibel: Bei Jobwechsel oder Trennung kann man nicht wie bei einer Mietwohnung einfach schnell den Wohnort wechseln. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich für Eigentumswohnung entscheidet. Zwar kann man eine Eigentumswohnung bei Bedarf auch wieder verkaufen. Dies ist jedoch in den meisten Fällen nicht von heute auf morgen möglich und benötigt viel Zeit.

Wer sich für den Kauf einer Eigentumswohnung interessiert, sollte sich unbedingt Gedanken zu seiner persönlichen und beruflichen Situation machen. Arbeite ich weiterhin dort, wo ich jetzt mein Geld verdiene? Wäre in der Wohnung auch Platz genug für ein Kind? Wägen Sie die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander ab, bevor Sie sich entscheiden.

Ausserdem sollte man absehbare berufliche oder persönliche Veränderungen unbedingt bei der Wahl des Hypothekarmodells berücksichtigen.

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