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Budgetieren rund ums Wohneigentum

Der Erwerb von Wohneigentum bringt viele finanzielle Veränderungen mit sich. Um den Überblick zu behalten, sollten Sie bereits im Vorfeld realistisch budgetieren. So können Sie Überraschungen vermeiden und das Projekt mit einem guten Gefühl angehen.

Bauen oder Kaufen?

Wird ein bestehendes Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung erworben, gestaltet sich die Budgetierung wesentlich einfacher, als wenn Sie als Bauherr ein Haus von Grund auf neu bauen. Die Basis zur Budgetierung bildet beim Erwerb eines bestehenden Objektes der Kaufpreis. Dieser wird vom Verkäufer festgelegt und ist nur bedingt verhandelbar.

Beim Neubau ist der einzige Fixpunkt der Landpreis. Für die Budgetierung der Fertigstellung gibt es zwei Varianten: Beim Generalunternehmer-Vertrag wird der zu bezahlende Betrag im Voraus vom Generalunternehmer festgelegt. Bauen sie mit einem Architekten, erarbeiten Sie mit ihm ein Budget für den Bau, welches bis zur Fertigstellung noch stark variieren kann.

Weitsicht beim Neubau

Wer etwas Eigenes baut, hat viel Spielraum. Vom Bad über die Küche bis zum Wohnzimmer – Sie gestalten sämtliche Komponenten selbst mit. Grenzen setzen Ihnen nur das Budget und die Bauphysik.

Die Preise für ein Haus nach Mass variieren je nach Bedürfnis stark. Sie sollten sich bereits im Vorfeld Gedanken machen, wie viel Luxus Sie sich gönnen möchten. Ansonsten könnten Sie eine Enttäuschung erleben, wenn Sie sich wegen finanzieller Engpässe mit einem Kompromiss abfinden müssen.

Rennovationen

Wer etwas Bestehendes kaufen möchte, tut gut daran, sich sehr genau über das Objekt zu informieren. Begutachten Sie besonders die getätigten Rennovationen und den Zustand der gesamten Haustechnik (Sanitär, Heizung, Lüftung). So können Sie kalkulieren, wie viel für künftige Investitionen auf die Seite gelegt werden muss. Geplante Rennovationen, wie eine neue Küche, bessere Fenster etc. sind zum Kaufpreis hinzuzurechnen.

Bedingungen der Bank

Für die Budgetierung rund ums Eigenheim steht die finanzierende Bank Ihnen beratend und überwachend zur Seite. Das Kreditinstitut hat schliesslich ein persönliches Interesse daran, dass Sie Ihre finanziellen Verhältnisse richtig einschätzen.

Die Bank finanziert grundsätzlich maximal 80 Prozent des Verkehrswertes. Die restlichen 20 Prozent müssen Sie als Eigenmittel einbringen. Wobei mindestens 10 Prozent aus Kontoguthaben und nicht aus einem Vorbezug der 2. Säule stammen müssen.

Die Bank prüft auch, ob Sie sich die Liegenschaft mit Ihrem Einkommen leisten können. Dazu berechnet sie mit einem kalkulatorischen Hypozinssatz, einem Anteil an Amortisationen und den voraussichtlichen Nebenkosten den jährlichen Aufwand für Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Dieser Kostenpunkt darf maximal ein Drittel Ihres jährlichen Bruttolohnes ausmachen.

Laufende Liegenschaftskosten

Mit dem Kauf einer Liegenschaft verändert sich Ihre finanzielle Situation grundlegend. Ein Budget der jährlichen Ausgaben hilft zur Orientierung:

  1. Hypothekarzins
    Die Zinsen befinden sich auf einem historischen Tief. Davon sollten Sie sich nicht blenden lassen, sondern vorausplanen. Kalkulieren Sie im Budget einen allfälligen Zinsanstieg und rechnen Sie deshalb mit 5 Prozent Hypothekarzins.

  2. Amortisationen
    Auch wenn Ihnen von der Bank keine Amortisationen aufgebrummt werden, möchten Sie die Schuld langfristig abbauen. Legen Sie pro Jahr 1 Prozent der Kreditsumme auf die Seite, um die Schuld bis zur Pension zu reduzieren.

  3. Nebenkosten
    Ein Haus oder eine Wohnung generiert laufend Kosten für Energie und Wasser. Je grösser die Liegenschaft, umso höher ist die Stromrechnung Ende Jahr. Rechnen Sie also mit 0.75 Prozent vom Kaufpreis für laufende Ausgaben und kleinere Reparaturen.

  4. Rückstellungen
    Um sich auf Rennovationen und grössere Reparaturen vorzubereiten, sollten Sie jedes Jahr etwas auf die Seite legen. Dieser Betrag variiert je nach Alter des Hauses oder der Wohnung. Als Mittelwert können Sie mit 0.5 Prozent des Kaufpreises rechnen.

Beispiel:

Hans und Judith Zieler haben CHF 200'000.- angespart und verdienen zusammen CHF 150’000.- Sie möchten ein Einfamilienhaus in Olten kaufen und benötigen dazu eine Hypothek in der Höhe von CHF 600'000.- Sowohl die finanzierende Kantonalbank als auch das Ehepaar prüfen vorgängig, ob das Projekt finanziell realisierbar ist:

Hypozins CHF 30'000.- (5% von 600'000.-)
Amortisationen CHF 6’000.- (1% von 600'000.-)
Nebenkosten CHF 6'000.- (0.75% von 800'000.-)
Rückstellungen CHF 4'000.- (0.5% von 600'000.-)
Total CHF 46'000.-

Von der Bank erhält das Ehepaar grünes Licht. Zielers finanzieren 25% selber. Die kalkulatorischen Ausgaben betragen 30% vom Einkommen. Somit erfüllen sie alle Bedingungen und sind für die Zukunft gewappnet.

Konservatives Budget zahlt sich aus

Weitsicht wird belohnt. Wenn Sie von Anfang an gut budgetieren, behalten Sie stets den Überblick und sind finanziell abgesichert. Kalkulieren Sie lieber konservativ. Wenn am Ende noch ein Überschuss bleibt, umso besser.

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