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Die Kantonalbank als möglicher Anbieter von Hypotheken

«Die 24 Kantonalbanken sind moderne, eigenständige Bankinstitute mit einer engen Bindung zu ihrem jeweiligen Kerngebiet. Gemeinsam sind sie eine der bedeutendsten Bankengruppen der Schweiz.», heisst es auf der Website der Kantonalbanken. Zeit, diese speziellen Banken ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Als klassische Universalbanken sind Kantonalbanken vor allem im Bereich Sparen & Vorsorgen, Hypotheken für die Immobilienfinanzierung sowie der Anlageberatungen für private und institutionelle Kunden tätig. Wer also den Hypothekenvergleich startet, um den passenden Partner für den Eigenheimkredit zu finden, trifft fast zwangsläufig auch auf eine Kantonalbank. Wir alle kennen die unterschiedlich eingefärbten Logos mit dem stets nach links zeigenden Pfeil – aber wussten Sie eigentlich, dass…

  • die Gründung der ersten Kantonalbank geschichtlich weit zurückreicht: Es handelt sich dabei um die Banque Cantonale de Genève, die 1816 ins Leben gerufen wurde (zum Vergleich: 1 Jahr zuvor kam es zur Napoleon Bonapartes berühmten Niederlage bei der Schlacht von Waterloo).

  • nicht alle Kantone über eine eigene Kantonalbank verfügen: Die Solothurner Kantonalbank ging anfangs der 1990er-Jahre in Konkurs. Danach wurde sie privatisiert und unter dem Namen Solothurner Bank SoBa vom Schweizerischen Bankverein aufgekauft. Da dieser aber danach zusammen mit der Schweizerischen Bankgesellschaft zur UBS AG fusionierte, schritt die Wettbewerbskommission ein und erteilte den Auftrag, die Solothurner Bank SoBa wieder zu veräussern. So wurde sie im Jahr 2000 an die Basler Versicherung verkauft, wo sie bis heute unter dem Namen Baloise Bank SoBa geführt wird. Ähnlich erging es der Appenzell-Ausserrhodischen Kantonalbank, die ab 1985 in finanzielle Schieflage geriet, woraufhin sie von der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft aufgekauft und komplett in den heutigen UBS-Konzern integriert wurde.

  • die meisten Kantonalbanken über eine sogenannte Staatsgarantie verfügen: Das bedeutet, dass der Kanton vollständig für die Verbindlichkeiten der Bank haftet. Die Berner Kantonalbank und die Banque Cantonale Vaudoise sind jedoch nicht mit einer solchen Staatsgarantie ausgestattet, während sie bei der Banque Cantonale de Genève eingeschränkt ist.

  • die Zürcher Kantonalbank die einzige Kantonalbank ist, die als systemrelevant (‘too big to fail’) eingestuft wurde.

  • über 60 % aller Luzerner Privatpersonen und gegen 50 % aller Luzerner Unternehmen in irgendeiner Form eine Geschäftsbeziehung mit der Luzerner Kantonalbank unterhalten.

  • nachdem im Jahr 1914 der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, es vermehrt zu sogenannten Bank Runs kam, bei denen die Kunden grosse Beträge bar am Schalter abheben wollten. Um dem entgegenzuwirken, entschied die Zuger Kantonalbank, die Kassa-Öffnungszeiten einzuschränken. Da diese Massnahme die Situation aber eher verschlimmerte, wurden zwei Soldaten vor der Bank stationiert, die jeweils immer nur zwei Personen in den Schalterraum liessen. Daraufhin konnten die Bezüge einigermassen geruhsam abgewickelt werden.

  • gemäss dem «IFZ Retail Banking-Studie Schweiz 2018» der Hochschule Luzern die Schwyzer Kantonalbank bei der Kennzahlen-Analyse bereits zum vierten Mal in Folge die beste Kantonalbank ist…

  • …und trotzdem im Jahr 2016 die im Kanton Schwyz lancierte Initiative «Für eine flächendeckende Präsenz der Schwyzer Kantonalbank» abgelehnt wurde; diese beinhaltete, dass die Schwyzer Kantonalbank per Gesetz zu einer flächendeckenden Präsenz verpflichtet wird und in jeder Ortschaft des Kantons Schwyz mit mehr als 2500 Einwohnern eine öffentliche Bankfiliale mit eigenem Personal betreibt. Mit 82,1% Nein-Stimmen hatte die Initiative aber keine Chance.

  • es sich hartnäckige Gerüchte über (Teil-)Zusammenlegungen der Basler Kantonalbank und der Basellandschaftlichen Kantonalbank halten; bislang ist in dieser Hinsicht aber nichts Offizielles bekannt.

  • einige Kantonalbanken nicht nur die Grenzen des eigenen Kantons überschritten haben, sondern sind auch im Ausland aktiv sind: Die Banque Cantonale de Genève zum Beispiel ist in Frankreich, Dubai und Hong Kong vertreten, während die Galler Kantonalbank eine Tochtergesellschaft namens ‘St. Galler Kantonalbank Deutschland AG’ mit Standorten in München und Frankfurt am Main hat.

  • die Besitzverhältnisse der Kantonalbanken stark variieren: Während einige wie die Aargauische Kantonalbank, die Banca Stato del Cantone Ticino, die Freiburger Kantonalbank oder die Schaffhauser Kantonalbank zu 100% dem jeweiligen Kanton gehören, sind beispielsweise bei der Walliser Kantonalbank 73% und bei der Glarner Kantonalbank 68% der Aktien in Besitz des Kantons. Bei der Berner Kantonalbank hält der Kanton sogar nur 51,5% des Aktienkapitals; der Rest befindet sich breit verstreut im Publikum, was zur Folge hat, dass die BEKB mit rund 60'000 Aktionären zu den zehn Gesellschaften in der Schweiz mit den meisten Teilhabern zählt.

  • manche Kantonalbanken auch Aktien von anderen Kantonalbanken halten: Die Zürcher Kantonalbank (mit 7,6%) und die Banque Cantonale Vaudoise (4,8%) beispielsweise sind an der Banque Cantonale du Jura beteiligt.

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