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Hypothekarlandschaft Schweiz

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer verwirklichen sich den Traum vom eigenen Wohneigentum. Die Quote von Wohneigentum ist zwar europaweit nach wie vor am geringsten, nimmt aber kontinuierlich zu und hat weiterhin Luft nach oben. Die Zunahme der Wohneigentumsquote ist massgeblich auf die steigenden Mietzinsen sowie die rekordtiefen Hypothekarzinsen zurück zu führen. Die zunehmende Nachfrage nach Wohneigentum führt auch zu einer grösseren Nachfrage an Hypotheken. Vor kurzem wurde die Marke von 1000 Milliarden Franken an Hypothekarkrediten in der Schweiz überschritten. Ein derartiges Volumen bringt immer mehr Institutionen auf den Geschmack in das Hypothekargeschäft einzusteigen.

Wohneigentum in der Schweiz

Die Schweiz galt lange Zeit als Land der Mieterinnen und Mieter. Die hohe Mietquote überrascht bei einem solch reichen Land wie der Schweiz, ist jedoch durch simple Gründe erklärbar. Einerseits haben Arbeitnehmer durch Mietwohnungen eine grössere Flexibilität und können somit einfach den Wohnort wechseln. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die zunehmende Urbanisierung. Rund 75 Prozent wohnen in Städten oder angrenzenden Agglomerationen, wo grosse Wohnblöcke mit Mietwohnungen nach wie vor die häufigste Gebäudeform sind.

Dieser Trend setzt sich in jüngster Vergangenheit nicht mehr fort, ein Wandel scheint in Sichtweite. Die Wohneigentumsquote hat sich in der Schweiz von 28.5 Prozent im Jahr 1970 bis heute auf rund 40 Prozent erhöht. Für dieses Wachstum gibt es verschiedene Gründe. Einer davon ist die starke Zunahme der Mietpreise in der Schweiz. In einigen Regionen haben sich die Mietpreise in den letzten 10 Jahren um über 50 Prozent erhöht. Eine weitere Ursache ist die Möglichkeit einer Wertzunahme von Wohneigentum. Wer Wohneigentum kauft, kann dies als langfristige Wertanlage sehen, da die Preise für Wohnfläche durch das Bevölkerungswachstum historisch betrachtet kontinuierlich zunehmen. Auch staatliche Einflüsse, wie beispielsweise die Einführung der Möglichkeit mit Mitteln aus der beruflichen Vorsorge Wohneigentum zu erwerben, unterstützen die Zunahme an Wohneigentum. Allerdings ist die stärkste Ursache vermutlich auf die Zinsentwicklung am Schweizer Hypothekarmarkt zurückzuführen.

Zinsentwicklung

Die Hypothekarzinsen sind in den vergangenen Jahren laufend gesunken. Zurzeit befinden wir uns auf einem rekordverdächtigen Tiefzinsumfeld. Durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Industriestaaten haben die Zentralbanken als Massnahme eine sehr expansive Geldpolitik angewendet. Dadurch wurde der Leitzins der meisten Notenbanken auf nahezu null oder gar darunter gesenkt. Die Folge daraus ist, dass insbesondere Personen mit Hypotheken über kurze Laufzeiten von extrem niedrigen Zinsen profitierten. Auch die langfristigen Zinsen von Festhypotheken sind derzeit sehr tief und somit besonders attraktiv. In der Gesamtheit haben diese Entwicklungen zu einem Anstieg der Nachfrage nach Wohneigentum in der Schweiz.

Hypothekarmarkt Schweiz

Durch die steigende Nachfrage nach Hypotheken drängen immer mehr Anbieter in den Hypothekarmarkt. Diese Entwicklung wird durch die Tiefzins-Politik der Nationalbank unterstützt, aufgrund derer viele Institutionen neue Anlagemöglichkeiten suchen müssen, weil etablierte Produkte wie Obligationen nicht mehr rentieren. Bis anhin wird der Hypothekarmarkt in der Schweiz durch Kantonalbanken sowie Gross- und Raiffeisenbanken dominiert. Man spricht im Markt auch von den sogenannten «Big 4». Dies sind UBS, Raiffeisen, Credit Suisse und die ZKB, welche gemeinsam mehr als die Hälfte aller inländischen Hypothekarforderungen verwalten. Diese Hegemonie der Vormachtstellung der Banken wird nun durch die stärkere Marktbearbeitung seitens Versicherungen und Pensionskassen gestört. Diese neuen Marktteilnehmer bieten teilweise sehr attraktive Zinsen an und verfügen über einen gewichtigen Vorteil. Sie unterliegen nicht der gesetzlichen Regelung des antizyklischen Kapitalpuffers, welcher von Banken fordert, dass sie Eigenmittel für Hypotheken in der Höhe von 2 Prozent hinterlegen müssen. Versicherungen und Pensionskassen machen derzeit nur 5 Prozent des Hypothekarvolumens aus, ihre Zeichen stehen jedoch auf Wachstum.

Die Zunahme an Anbieten kann Ihnen als Kunde nur recht sein, da dadurch ein Preiswettbewerb lanciert wird. Es wird somit noch wichtiger die Hypothekarangebote zu vergleichen.

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