Für Ihre Hypothek
Service Line 0800 151 151

Hypothek im Alter – was es zu beachten gilt und welche Fehler man vermeiden sollte

Mit der Pensionierung ändert sich so manches: Endlich mehr Zeit für Hobbies, Reisen und Familie. Monate vor der Pensionierung schmiedet man Pläne für den neuen Lebensabschnitt. Vor lauter Vorfreude darf man eines nicht vergessen:

Wer vor der Pension steht, sollte seine finanzielle Situation überprüfen. Denn die Renten aus AHV und Pensionskasse sind in den meisten Fällen tiefer als das vorangehende Erwerbseinkommen. Dies kann bei Eigenheimbesitzern Auswirkungen auf die Liegenschaftsfinanzierung haben. Eine rechtzeitige Überprüfung schützt vor unangenehmen finanziellen Überraschungen.

Doch auf was kommt es an? Damit Sie Ihr Eigenheim auch nach der Pensionierung entspannt geniessen können, haben wir hier ein paar Tipps für Sie:

  • Rechtzeitig mit der Hausbank sprechen

    Ihre Hypothek ist hoch? Ihre Hypothek ist tief? Nebensache. Die zentrale Frage lautet: Ist die aktuelle Hypothek auch bei tieferem Einkommen tragbar? Ist sie weiterhin nicht höher als ein Drittel des Renteneinkommens?

    Stellt sich nämlich heraus, dass die Tragbarkeit nach der Pensionierung nicht mehr gegeben ist, ist die Hypothek zu amortisieren. Ob Sie dabei jährlich freiwillige Amortisationen bis zur Pensionierung leisten oder eine einmalige Rückführung der Finanzierung bevorzugen, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass die Schulden auf ein Niveau zurückgeführt werden, bei welchem die Hausbank die Finanzierung weiter bewilligt. Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin bei Ihrer Hausbank, damit Ihr Betreuer die Situation überprüfen kann.

  • Unabhängigen Rat beim Finanzplaner einholen

    Wer lieber die Meinung eines unabhängigen Experten einholen möchte, ist mit einem ausgewiesenen Finanzplaner in der Regel gut beraten. Die Beratung ist allerdings meistens kostenpflichtig. Dafür erhalten Sie einen detaillierten Überblick über Ihre finanzielle Situation. Sie erfahren, ob und wie Sie sich Ihr Eigenheim auch nach der Pensionierung noch leisten können.

  • Hypothek an die neue Situation anpassen

    Die Überprüfung hat gezeigt, dass die Tragbarkeit nach der Pensionierung nicht mehr gegeben ist. Was nun? In diesem Fall sollte man die Finanzierung rechtzeitig an die neue Situation anpassen.

    Es gibt jedoch auch Fälle, wo die Hypothek nach dem Kauf zu stark amortisiert wurde: Zu viele Eigenmittel sind in der Liegenschaft gebunden. Besitzt man neben dem Eigenheim kaum weitere Vermögenswerte und hat eine tiefe Rente, sollte man handeln: Man kann die Hypothek zumindest soweit anheben, wie dies das garantierte Renteneinkommen zulässt. Damit vermeidet man, dass der Lebensstandard im Alter markant eingeschränkt werden muss.

  • Lesen Sie das Kleingedruckte

    Ob Sie nun kurz vor Abschluss einer Hypothek stehen oder einen laufenden Vertrag haben – lesen Sie unbedingt das Kleingedruckte. Einzelne Banken bauen in Ihren Verträgen oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nämlich Klauseln ein, welche es den Banken erlauben, den Hypothekarvertrag unter gewissen Umständen zu künden. Beispiel: Wenn sich das Einkommen des Kreditnehmers verschlechtert, nimmt die Bank sich das Recht heraus, aus dem laufenden Vertrag auszusteigen. Bei Abschluss einer langen Vertragslaufzeit mit Festhypothek kann das für den Kreditnehmer schmerzhaft sein: Denn die Bank verlangt dann eine Vorfälligkeitsentschädigung – obwohl sie selber gekündigt hat. Sind die Zinsen beim Neuabschluss zudem höher als beim ursprünglichen Abschluss, finanziert die neue Bank die Liegenschaft automatisch zu den aktuellen, eben höheren, Zinsen.

  • Teilbezug der Pensionskasse prüfen

    Wer seine Hypothek auf ein finanziell tragbares Mass reduzieren muss, und keine anderen Möglichkeiten hat, kann einen Teil des Alterskapitals aus der Pensionskasse dafür verwenden. Zwar verringert sich dadurch in den meisten Fällen das zukünftige Renteneinkommen. Durch die tiefere Hypothek ist die Hausbank jedoch in der Regel eher bereit, bei der Tragbarkeit ein gewisses Mass an Abweichung in Kauf zu nehmen. Vorausgesetzt, der Kunde ist ansonsten finanziell gut aufgestellt.

Wer in naher Zukunft in Rente geht, sollte seine finanzielle Situation nicht dem Zufall überlassen. Wir empfehlen: Zuerst mit der eigenen Bank sprechen.

Ist man mit der Beratung durch die Hausbank nicht zufrieden, lohnt es sich, sich von unabhängiger Seite beraten zu lassen.

Jetzt Angebote erhalten